Punktlandung für Existenzgründer
Erfolg mit einer guten Idee

Münster -

Die Gründerwoche könnte für Existenzgründer eine Punktlandung bedeuten. 40 Angebote umfasst die Veranstaltungswoche. Heinz Leuters, selbst Unternehmer und Pilot, gab Tipps für eine sanfte Landung der Neugründer.

Mittwoch, 15.11.2017, 15:00 Uhr
Auftakt der Gründungswoche: Dr. Thomas Robbers (v.l.) und Frank Knura begrüßten Armin Hagemeier, Heinz Leuters, Ann-Paulin Söbbeke und Johannes Theobald.
Auftakt der Gründungswoche: Dr. Thomas Robbers (v.l.) und Frank Knura begrüßten Armin Hagemeier, Heinz Leuters, Ann-Paulin Söbbeke und Johannes Theobald. Foto: gh

„Es ist das beste Gefühl, selbstständig zu sein“, behauptet Marie-Christine Carrillo. Die Münsteranerin hat bereits ihr eigenes Unternehmen gegründet und wurde am Montagabend zu ihren Gründen für die Gründung ihres Verlages befragt. Viele Gäste, die den Auftakt der Veranstaltungswoche in der Sparkassen-Zentrale miterlebten, haben genau diesen Schritt in die Selbstständigkeit noch vor sich. Die Existenzgründungswoche mit rund 40 Veranstaltungen möchte dabei helfen. „Man hängt viel Herzblut rein, aber man handelt und hat es selbst in der Hand“, zählte die Jungverlegerin die Vorteile auf.

Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers ermunterte zur Gründung. Frank Knura vom Vorstand der Sparkasse zeigte verschiedene Wege auf, um Geld zu verdienen. Neben einer Erbschaft bestünde aber auch die Möglichkeit, mit einer guten Idee Erfolg zu haben.

Eine gute Idee flog damals Heinz Leuters an, als er sich mit dem Gedanken trug, Unternehmer zu werden. Vorab sah die berufliche Karriere des Münsteraners ganz anders aus: Mit 13 Jahren lernte er das Fliegen, mit 14 Jahren hob er alleine mit einem Segelflieger ab. Als er 15 Jahre alt war durfte er zwar Fliegen, aber noch kein Mofa fahren. Mit 18 Jahren absolvierte er seinen Motorflugschein. Heinz Leuters steuerte als Pilot Geschäftsflugzeuge und verlor dabei aber auch nicht die Bodenhaftung. Der Münsteraner studierte Betriebswirtschaft und entdeckte 1994 für sich, dass große Bilder auf Baugerüsten magisch anziehen. Leuters und ein Geschäftspartner machten sich selbstständig. Sie gründeten Firmen im Ausland, beschäftigten 80 Mitarbeiter und kauften und verkauften Werbeflächen.

Ein dickes Tief kam mit der Wirtschaftskrise, wobei das Unternehmen die Hälfte des Umsatzes eingebüßt habe, so Leuters. „Ich habe mich völlig leer gefühlt und mich gefragt, was machst Du da eigentlich.“

Schwere Turbulenzen schüttelten das Unternehmen, doch Heinz Leuters blieben oben. Die Fliegerei, sagte er am Montagabend, habe ihm in der Situation geholfen. Aber nicht die üblichen Begriffe wie Planung, Durchführung und Kontrolle bestimmten fortan sein unternehmerisches Tun, seine Begriffe sind: Denken, Fühlen und Handeln.

Der Unternehmer und Pilot beschwor die Gründungswilligen, sich die Begeisterung für die eigene Vision zu erhalten. „Ein bisschen verrückt muss man als Gründer schon sein“, betonte der Münsteraner. „Aber nur Denken und Fühlen bringen einen nicht weiter, irgendwann muss auch gehandelt werden.“

Eine gewisse Risikobereitschaft gehöre seiner Meinung nach zu einem Konzept, ebenso Durchhaltevermögen, Ehrlichkeit und authentisches Verhalten. Den Gründern riet Heinz Leuters am Montag, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man gut kann.

Existenzgründer wie Johannes Theobald, Ann-Paulin Söbbeke und Armin Hagemeier präsentierten ihre Ideen und ihre persönlichen Gründe für eine Gründung. 

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