LWL-Logo in der Lichtplastik
Erich Franz: „Ich wollte das Werk unbedingt retten“

Münster -

Prof. Dr. Erich Franz war in der für die Logo-Integration entscheidenden Planungsphase Pienes direkter Ansprechpartner. In einem Interview mit Jörg Heithoff für das Magazin „Münster Urban“ stellt er seine Sicht der Abläufe dar.

Mittwoch, 15.11.2017, 17:02 Uhr aktualisiert: 15.11.2017, 17:24 Uhr
Kunst oder Werbung? Das LWL-Logo im Otto-Piene-Kunstwerk am Landesmuseum erregt die Gemüter.
Kunst oder Werbung? Das LWL-Logo im Otto-Piene-Kunstwerk am Landesmuseum erregt die Gemüter. Foto: Oliver Werner

Im Vorfeld der Podiumsdiskussion über die „Silberne Frequenz“ von Otto Piene am Freitagabend im Landesmuseum hat sich Prof. Dr. Erich Franz über das LWL-Logo in der Lichtplastik geäußert. Franz war in der für die Logo-Integration entscheidenden Planungsphase Pienes direkter Ansprechpartner. In einem Interview mit Jörg Heithoff für das Magazin „Münster Urban“ stellt er seine Sicht der Abläufe dar.

Franz (bis 2009 stellvertretender Direktor des Landesmuseum) wollte die Kugeln unbedingt erhalten. Piene wurde aufgefordert, über eine Lösung nachzudenken. Franz: „In dieser Phase noch ohne Logo.“ Parallel habe der damalige Landesdirektor Dr. Wolfgang Kirsch das LWL-Logo monumental in Szene setzen wollen. So ist es dann bekanntlich nicht gekommen.

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Nach einem Gespräch mit dem damaligen Kulturstaatssekretärs Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff im Dezember 2008 war Piene klar, dass der Verbleib der Arbeit von 1972 an der Ecke Rothenburg/Pferdegasse nicht weiter verfolgt wird, aber seine Arbeit an anderer Stelle, etwa im Innenhof, realisiert werden könnte. Das kam für Piene nicht in Frage. Franz aber wollte das Werk unbedingt retten. „Bei einem Gespräch mit Frau Rüschoff-Parzinger und mir im Januar 2009 entstand die Idee, das Logo in die Plastik zu integrieren und so die Arbeit zu erhalten. Das habe ich Piene danach am Telefon vorgeschlagen. Für ihn war das ein berechtigtes Ansinnen.“

Piene habe das dann aufgegriffen, weil ein Logo „für ihn typischer Teil eines Gebäudes genau wie ein Fenster“ war. Piene habe „aber in allen Entwürfen das Logo nicht integriert, sondern ausgespart“. 

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