Neubau-Pläne
Abriss der Osmo-Hallen soll im Februar beginnen

Münster -

Das Ende naht: Im Februar sollen die maroden Osmo-Hallen an Münsters Stadthafen abgerissen werden. Bis 2021 will die LVM dort einen Bürokomplex errichten.

Donnerstag, 16.11.2017, 10:20 Uhr aktualisiert: 16.11.2017, 11:57 Uhr
Neubau-Pläne: Abriss der Osmo-Hallen soll im Februar beginnen
Die LVM hat eine Abrissgenehmigung für die Osmo-Hallen bei der Stadt beantragt. Foto: Matthias Ahlke (Archiv)

Der LVM (Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster) hat bei der Stadt eine Abrissgenehmigung für den Teil des ehemaligen Osmo-Geländes beantragt, auf dem ein neuer Bürokomplex entstehen soll. Das hat eine Pressesprecherin des Versicherungsunternehmens am Donnerstagmorgen auf Nachfrage bestätigt. Antenne Münster hatte zuerst über die Pläne berichtet. Der LVM möchte im Februar mit dem Abriss beginnen. Eine Genehmigung liege aber noch nicht vor, berichtet die LVM-Sprecherin.

Mit den direkt ans Ufer grenzenden Hallen verliert das Hafenviertel ein Wahrzeichen. Nach der Osmo-Pleite dienten sie viele Jahre lang als Veranstaltungsort, etwa fürs Rudelgucken bei Welt- oder Europameisterschaften.

Osmo-Gelände

Das ehemalige Osmo-Gelände, über dessen Anschlussnutzung seit Jahren diskutiert wird, teilt sich auf in vier Bereiche:

► Den westlichen Teil möchte der Coppenrath-Verlag als Erweiterungsfläche nutzen.

► Auf dem nördlichen Teil (in Richtung Schillerstraße) möchte das Investorenduo Deilmann/Kresing ein Wohnquartier errichten.

► Der östliche Teil dient der Expansion des Kuhrschen Speichers.

► Der Süden mit der attraktiven Wasserkante geht an die LVM-Versicherung.

...

Nach dem Abriss soll es mit dem Neubau eines neuen Gebäudekomplexes losgehen. Das 60-Millionen-Euro-Projekt soll nach Wunsch des LVM bis 2021 fertig sein. 

So soll das LVM-Gebäude laut Plänen aus dem Jahr 2015 aussehen.

So soll das LVM-Gebäude laut Plänen aus dem Jahr 2015 aussehen. Foto: LVM-Versicherung

In Anlehnung an die alten Osmo-Hallen will der LVM eine überdachte, öffentlich zugängliche Freifläche errichten. Das Dach reicht dabei wie bisher über die Wasserkante hinaus. Eine Baugenehmigung gibt es für den Komplex aber nicht. Das Gelände bleibt nach LVM-Angaben voraussichtlich bis zum Ende der Bauarbeiten für Fußgänger gesperrt.

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