Marktbeschicker zahlt Bußgeld
Verfahren gegen Händler eingestellt

Münster -

Für eine nicht ordnungsgemäße Auszeichnung von Erdbeeren hatte die Stadt Münster Strafanzeige gegen den Markthändler Sahin Temiz gestellt. Jetzt kann er aufatmen.

Donnerstag, 16.11.2017, 10:59 Uhr aktualisiert: 16.11.2017, 12:20 Uhr
Sahin Temiz (l.) und Dr. Wolfgang Wesener sind mit der Einstellung des Verfahrens zufrieden.
Sahin Temiz (l.) und Dr. Wolfgang Wesener sind mit der Einstellung des Verfahrens zufrieden. Foto: gh

Zahlt Markthändler Sahin Temiz innerhalb der nächsten vier Wochen seine Geldbuße von 350 Euro, dann ist das Verfahren gegen ihn eingestellt, betonte die zuständige Richterin am Amtsgericht. Die Kosten für das Verfahren übernimmt die Landeskasse.

Erbeeren aus dem Oldenburger Münsterland standen im Mittelpunkt der Verhandlung. Sahin Temiz soll Erdbeeren Mitte des vergangenen Jahres auf dem Wochenmarkt am Dom in Münster für die Verbraucher irreführend ausgezeichnet haben. Die Ware, die aus dem Oldenburgischen kam, war am Stand des Händlers als Münsterländer Erdbeeren bezeichnet worden.

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Die Stadt hatte daraufhin eine Strafanzeige gegen den Händler gestellt, weil er gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen habe. Gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichtes legte der Händler Widerspruch ein. Jetzt wird das Verfahren eingestellt. Temiz muss 350 Euro an den Kinderschutzbund in Münster überweisen.

Kennzeichnungspflicht auf dem Markt

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  • Die Händler auf dem Wochenmarkt sind verpflichtet, über die Herkunft ihrer Waren möglichst gut lesbar Auskunft zu geben.

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  • „Hk D“ gibt an, dass der Spargel aus Deutschland kommt.

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  • Nicht immer ist die Herkunft der Produkte aber gut lesbar, wie bei den Erdbeeren auf diesem Bild.

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  • Die Stadtverwaltung will Händler jetzt zur genaueren und besser sichtbaren Kennzeichnung ihrer Ware ermahnen.

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  • Marktbeschicker, die ausschließlich selbst erzeugte Produkte anbieten, sind dem Ordnungsamt am liebsten. Sollten aber „schwarze Schafe“ erwischt werden, die bewusst falsche Angaben zur Herkunft von Waren machen, werde man sich von ihnen trennen, droht das Ordnungsamt an.

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