Fortschritt am Hafen
Osmo-Bebauung rückt näher - Heaven zieht um

Münster -

Noch ist niemand bereit, die Information offiziell zu bestätigen. Aber die Zeichen mehren sich, dass die Verhandlungen zur Neugestaltung des alten Osmo-Areals vor dem Durchbruch stehen.

Donnerstag, 16.11.2017, 19:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2017, 08:01 Uhr
16 Jahre nach der Insolvenz der Firma Osmo am Hafen rückt eine Neubebauung des alten Areals näher.
16 Jahre nach der Insolvenz der Firma Osmo am Hafen rückt eine Neubebauung des alten Areals näher. Foto: Oliver Werner (Archiv)

„Die Gespräche verlaufen sehr konstruktiv“, drückt es Christian Schowe, Leiter des städtischen Planungsamtes, noch sehr diplomatisch aus. Ein Insider, der nicht genannt werden möchte, wird da schon wesentlich konkreter: „Es läuft, die alten Konfliktlinien am Hafen lösen sich langsam auf.“

Vier Projekte auf dem Osmo-Areal

Bekanntlich kommen auf dem alten Osmo-Areal vier Projekte zusammen: das Projekt Hafentor des bereits am Hafen ansässigen Investors Josef Kuhr, der Neubau eines Bürokomplexes durch die LVM-Versicherung, das Erweiterungsgebäude des Coppenrath-Verlages sowie die geplante Wohnbebauung der Architekten Andreas Deilmann und Rainer M. Kresing.

Nachdem es lange Zeit so aussah, als würden sich die unterschiedlichen Interessen der Eigentümer und Anrainer gegenseitig blockieren, so ist jetzt Bewegung in die Sache gekommen.

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LVM-Versicherung bestätigt Abriss

So hat die LVM-Versicherung bestätigt, dass sie einen Abrissantrag für ihren Teil des Osmo-Areals gestellt hat. Die Prüfung dieses Antrages sei „weit fortgeschritten“, so Schowe. Mit dem Abriss, der im Februar beginnen soll, sowie der anschließenden Bodensanierung möchte die LVM-Versicherung die spätere Neubebauung vorbereiten.

Dafür ist aber noch eine Baugenehmigung erforderlich, die wiederum setzt einen entsprechenden Bebauungsplan voraus. Und der muss erst noch vom Rat verabschiedet werden.

Kresing führt „Vorgespräche mit der Stadtverwaltung“

So weit das Formale. Die neue Situation soll nach Recherchen unserer Zeitung darin bestehen, dass sich jetzt alle Beteiligten über die Eckpunkte des Bebauungsplanes einig sein sollen. Im Mittelpunkt sehen dabei die offenen Fragen zum Wohnquartier entlang der Schillerstraße. Kresing hat nach eigenem Bekunden noch keinen Abrissantrag gestellt, führt in dieser Angelegenheit aber „Vorgespräche mit der Stadtverwaltung“.

Erleichternd für eine Bebauung des Osmo-Areals kommt hinzu, dass das Gefahrgutlager Lehnkering auf der anderen Kanalseite jetzt weggefallen ist, da das Unternehmen nach Amelsbüren umzieht. Die damit verbundenen Restriktionen bestehen nicht mehr.

Das Heaven zieht um

Noch ein Indiz, das für eine baldige Veränderung am Stadthafen spricht. Nach „zwölf fantastischen Jahren“, wie es in einer Presseeinladung heißt, schließt das Heaven auf dem Osmo-Gelände am 6. Januar 2018. Die Dockland GmbH als Betreiber will am Mittelhafen einen Neubau errichten. Bis zur Fertigstellung soll es für die Locations Heaven und Coconut Beach Übergangslösungen geben.

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