Kinderuni auf Forschungsreise
Tauchgang zu schwarzen Rauchern

Münster -

Geologe Prof. Dr. Harald Rauch nimmt Kinder mit auf eine Forschungsreise zu den Unterwasser-Vulkanen im Pazifik. Der Tauchroboter fördert spannende Proben zutage . . .

Freitag, 17.11.2017, 19:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2017, 19:31 Uhr
Einen Gesteinsbrocken von einem Unterwasser-Vulkan zum Anfassen bot Geologe Prof. Dr. Harald Strauß bei der Kinderuni.
Einen Gesteinsbrocken von einem Unterwasser-Vulkan zum Anfassen bot Geologe Prof. Dr. Harald Strauß bei der Kinderuni. Foto: Matthias Ahlke

Mit dem Tauchroboter auf Entdeckungstour in 1500 Metern Tiefe auf dem Grund des Pazifiks – dieses Abenteuer bescherte Geologe Prof. Dr. Harald Strauß den zahlreichen Besuchern der Kinderuni am Freitagnachmittag im Hörsaal am Schlossplatz. Anhand von zahlreichen Bildern und Filmsequenzen ließ der Wissenschaftler vom Geologisch-paläontologischen Institut der Universität Münster die Kinder an einer Forschungsreise teilhaben, die er mit rund 35 Wissenschaftlern im Dezember 2016 nach Neukaledonien unternommen hat.

Kinder-Uni - Tauchgang zu den Unterwasservulkanen in der Tiefsee

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28 Tage lang auf Deutschlands modernstem Forschungsschiff namens „Sonne“ unterwegs zu sein – da blickte mancher Nachwuchsforscher im Hörsaal neidisch. Harald Strauß zeigte auf der Riesenleinwand, wie der unbemannte Tauchroboter in die Tiefen des Pazifiks hinabgelassen wurde, dort wo die Australische und die Pazifische Platte aufeinanderstoßen und sich wie an einer Kette zahlreiche Vulkane aneinanderreihen. Manche sind nur 300 Meter unter der Wasseroberfläche, die meisten in 1400 bis 1600 Metern Tiefe. „Zwei Wissenschaftler im Steuercontainer des Tauchroboters holten mit zwei Greifarmen Proben ein“, erklärte Strauß. Gesteinsbrocken der sogenannten schwarzen Raucher, aus denen heiße Wasserlösungen strömen, durften die Kinder anschließend auf dem Podium aus nächster Nähe bewundern.

Dass sich rund um diese Vulkane am Meeresboden viele Lebewesen tummeln, zeigten die Kameraaufnahmen des Tauchroboters: riesige bis zu 30 Zentimeter große Muscheln, Seepocken und Garnelen, die sich an den schwarzen Rauchern festhalten, weil sie ihnen reichhaltige Nahrung bieten. In dem rund 150 Grad heißen Wasser, das aus den Vulkanen aufsteigt, werden laut Strauß Stoffe gelöst, von denen Bakterien leben. Und diese dienen als Nahrung für Garnelen, Muscheln und andere Lebewesen.

„20 Meter von den schwarzen Rauchern am Meeresboden entfernt, findet man allerdings wieder wüstenhaften Tiefseeboden“, machte Strauß deutlich. Die gewonnen Proben wurden von den Forschern in Laboren direkt auf dem Schiff analysiert.

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