Adventsparken als Pilotprojekt für die Zukunft
„Park & Ride“ ab Coesfelder Kreuz

Münster -

Die Formel, die sich Münster-Besucher an den fünf Samstagen im Dezember merken sollten, ist einfach: neun Minuten, fünf Personen, sechs Euro. Heißt: In neun Minuten bringen Shuttle-Busse die Autofahrer vom Uni-Parkhaus am Coesfelder Kreuz bis zum Aegidiimarkt oder Bült. Fünf Personen können über ein Ticket mitfahren, abgegolten ist die Busfahrt bereits über die sechs Euro, die das Parken des Autos maximal kostet.

Mittwoch, 22.11.2017, 18:35 Uhr
 
  Foto: Matthias Ahlke

Die „Initiative Starke Innenstadt Münster“ (ISI), Stadt und Stadtwerke, Münster Marketing sowie die Universität wollen vor allem Besucher aus dem Umland mit dem am Dienstag vorgestellten Park-and-ride-Angebot an den Adventssamstagen zum Weihnachtsbummel in die Innenstadt locken. Dazu kommt der Samstag vor Silvester, in dem Münster erfahrungsgemäß aus allen Nähten platzt.

„Für den Handel ist die Mobilität ein zentrales Thema“, sagte ISI-Sprecher To­bias Viehoff. Die Kaufleute hätten sich auf die Fahnen geschrieben, die Erreichbarkeit Münsters über den öffentlichen Personennahverkehr, aber auch mit Privat-Pkw zu verbessern. Denn, so betonte Viehoff: „Eine Stadt wie Münster kann nicht ­ohne den privaten Auto­verkehr.“

Insofern gilt das gesponserte Adventsparken im eigentlich an den Wochenenden geschlossenen Uni-Parkhaus am Coesfelder Kreuz als ein Pilotprojekt, bei dem relevante Partner wie die Stadtwerke und die Stadt Münster im Boot sind. Stadtbaurat Robin Denstorff sprach dann auch von einer „smarten Lösung, die bei guter Akzeptanz auch an anderen Stellen der Stadt angeboten werden kann“. Denstorff ist auf der Suche nach generellen Verkehrslösungen angesichts der Pendlerströme.

Der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, Dr. Henning Müller-Tengelmann, macht keinen Hehl daraus, dass der beste Park-and-ride-Verkehr mit Bus und Bahn im Heimatort beginne. Wer an den Dezember-Samstagen mit dem Auto nach Münster fahre, treffe beim Parken am Coesfelder Kreuz auf einen nur fünfminütigen Bustakt – „ähnlich wie der schnelle Takt von U-Bahnen in anderen Großstädten“. 40 000 Euro lässt sich die ISI das Adventsparken am Coesfelder Kreuz kosten. „Wir wollen das über zwei Jahre ausprobieren und mit zusätz­lichen Angeboten weitere Verbesserungen erzielen“, so Viehoff. 

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