Münster-Filiale des Modehändlers
Proteste begleiten Primark-Eröffnung an der Salzstraße

Münster -

Nebenan formiert sich der Protest: Während in der Salzstraße Primark seine Türen öffnet, wird auf der Stubengasse für einen bewussteren Umgang mit Kleidung demonstriert. Doch der Modehändler versucht den Kritikern bei der Eröffnung seines Geschäfts den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Donnerstag, 30.11.2017, 17:45 Uhr aktualisiert: 30.11.2017, 17:55 Uhr
Münster-Filiale des Modehändlers: Proteste begleiten Primark-Eröffnung an der Salzstraße
Der ganz große Andrang blieb bei der Eröffnung der Primark-Filiale in Münster aus. Foto: Matthias Ahlke

Während gegen 8.30 Uhr noch emsig durch den Hintereingang am Alten Steinweg große Kartonladungen ins neue Primark-Geschäftsgebäude transportiert werden, läuft im Innern bereits die Präsentation für geladene Gäste. Als sich um kurz vor zehn die Ladentüren für alle öffnen, muss kein Riesenansturm bewältigt werden, der bislang einige der Geschäftseröffnungen begleitet hat. „Wir sind stolz darauf, in Münster unseren 24. Store zu eröffnen“, sagt Wolfgang Krogmann, Geschäftsführer für Deutschland und Österreich.

Primark eröffnet auf der Salzstraße

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  • Beim Zerschneiden des Eröffnungsbands jubelten Mitarbeiter, Manager und Gäste mit Store-Manager Uwe Klesper (3.v.r.) und Deutschland-Chef Wolfgang Krogmann (2.v.r.).

    Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Primark eröffnet auf der Salzstraße Foto: Matthias Ahlke

Augenfällige „Care-Kampagne“

Novum in Münster ist die augenfällige „Care-Kampagne“ mit großformatigen Plakaten an den Fassaden und im Innern, auf denen der Textilanbieter sein ökologisches und soziales Engagement in den Produktionsländern ins recht Licht rückt. Auf die ethischen Werte des irischen Modehändlers, der weltweit 348 Läden betreibt und vornehmlich in Ländern wie China, Indien, Bangladesh produzieren lässt, hebt Krogmann später auch im Gespräch mit unserer Zeitung ab und versucht damit den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Kritik an Primark

Tauschen statt kaufen: Mit einer Kleidertauschparty haben die BUND Jugend und andere Organisationen am Donnerstag in Münsters Innenstadt anlässlich der Filialeröffnung der Bekleidungskette Primark für einen bewussteren Umgang mit Kleidung demonstriert.

Christliche Initiative Romero: Billige Plastikkleidung zum Wegschmeißen

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Alle Lieferanten seien verpflichtet, „ausschließlich in Fabriken zu produzieren, die wir zertifiziert haben“, so Krogmann. Primark nehme zudem Einfluss auf die Herstellungsbedingungen in den Schwellenländern, achte vor Ort auf korrekte Abrechnungen und Ruhezeiten der Arbeiter.

Die sehr niedrigen Preise begründet Krogmann mit schlanken Verwaltungsstrukturen, effektiven Logistikabläufen und dem Verzicht auf Werbung.

Showroom für Laufsteg-Events

Trotzdem profitiert der Textilanbieter vor allem bei Jugendlichen von einem gewissen Hype und bietet im Store in Münster sogar einen Showroom, in dem Freundinnen-Laufsteg-Events gefeiert werden können. Auf den über 4900 Quadratmetern und drei Etagen werden nach Firmenangaben über 220 Mitarbeiter beschäftigt – 45 davon in Vollzeit.

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