GOP Theater Münster
Artistische Liebe

Münster -

Zehn Jahre ist es her, dass Victoria Bilyauer und Konstantin Gvozdetskiy zuletzt im GOP in Münster auf der Bühne standen. Damals entflammte eine Beziehung – heute haben sie ihre gemeinsame Tochter dabei.

Freitag, 01.12.2017, 09:00 Uhr
Ein artistisches Trio: Konstantin Gvozdetskiy und Victoria Bilyauer stehen schon lange gemeinsam auf der Bühne. Tochter Alica übt auch schon, im Rampenlicht zu stehen.
Ein artistisches Trio: Konstantin Gvozdetskiy und Victoria Bilyauer stehen schon lange gemeinsam auf der Bühne. Tochter Alica übt auch schon, im Rampenlicht zu stehen. Foto: anf

Es ist eine Liebesgeschichte, die auch Hollywood nicht besser schreiben könnte: Vor zehn Jahren begann die Liebe von zwei Artisten im GOP-Theater in Münster. Heute sind Victoria Bilyauer und Konstantin Gvozdetskiy wieder dort – und stehen gemeinsam mit Tochter Alica auf der Bühne.

Es war zu Weihnachten im Jahr 2003, als sich die Artisten in Italien das erste Mal gesehen haben. „Da ist aber noch nichts passiert“, erinnert sich der heute 40-jährige Konstantin Gvozdetskiy. Erst ein Jahr später in Aserbaidschan sei eine kurze Liebesgeschichte gestartet. „Für mich war es Liebe“, sagt Gvozdetskiy, „aber für Victoria noch nicht so richtig.“

„Ich habe lange auf sie gewartet“, sagt der 40-jährige Artist. Dann, im Winter 2008, waren beide für eine Show im GOP in Münster engagiert. Der „Russische Barren“ war damals die Paradedisziplin von Konstantin Gvozdetskiy. Zwei Männer tragen einen Balken, auf dem ein dritter Artist turnt. Victoria Bilyauer präsentierte Handstand-Kunst.

Wieder entstand eine Romanze zwischen den russischen Artisten. Gvozdetskiy befürchtete aber, dass es auch dieses Mal nicht halten würde. „Doch dann kam der Frühling nach Münster“, erinnert sich Victoria Bilyauer. Und der brachte – wie es schließlich auch oft heißt – Gefühle mit: Nach einem Spaziergang am Aasee war es auch um die heute 35-Jährige geschehen. Die Beziehung hat ihren Beginn also vor zehn Jahren in Münster gefunden.

Ihre jeweiligen Darbietungen haben die Russen aufgegeben. Zusammen zeigen sie jetzt Akrobatik am „Chinesischen Mast“, einer raumhohen Stange. Doch warum der Wechsel? Konstantin Gvozdetskiy erklärt: „Wenn wir zusammen leben wollen, müssen wir auch zusammen arbeiten.“ Als Solo-Artisten immer zeitgleich in der gleichen Stadt engagiert zu werden, sei beinahe unmöglich. Für das Paar sei es keine Alternative gewesen, an unterschiedlichen Orten zu leben. Victoria Bilyauer sagt: „Ich glaube nicht, dass das gut für eine Beziehung ist.“

Die Idee, den „Chinesischen Mast“ als gemeinsame Artisten-Nummer zu nehmen, hatte Konstantin Gvozdetskiy schon lange. 2005 habe er das erste Mal Artisten daran gesehen: „Ich hatte überall Gänsehaut und wollte es ausprobieren.“ Mit Victoria habe er dann die passende Partnerin gefunden.

Mit ihrer neuen Showeinlage stehen sie nun bis Ende des Jahres wieder im GOP auf der Bühne – als Artistenduo „Funkoholicks“. Mit dabei ist oft auch die gemeinsame Tochter Alica. Die Vierjährige tanze oft mit den Eltern auf der Bühne, sagt Vater Gvozdetskiy: „Manchmal versucht sie auch an der Stange hochzuklettern.“ Druck bekomme Alica aber nicht. „Im Moment hat sie auch nicht so Lust auf den Chinesischen Mast“, erklärt Mutter Bilyauer. „Sie findet die Akrobatik in der Luft spannender.“

Victoria Bilyauer und Konstantin Gvozdetskiy freuen sich, wieder in Münster zu sein: „Es ist ein tolles Gefühl.“ Bilyauer findet vor allem die Innenstadt „total toll“, doch das nass-kalte Wetter gefällt dem Artisten-Duo nicht so besonders. Gvozdetskiy sagt: „Der Frühling hier ist viel schöner.“

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