Kölns OB Henriette Reker geehrt
Die „Queen vom Rhein“ darf jetzt spuken

Münster -

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist am Sonntag im Rathaus von der KG Böse Geister zum „Ehrengeist“ ernannt worden. Als Ehrenratsherr darf nun Preußen-Sportchef Malte Metzelder närrisch durch die Westfalenmetropole spuken.

Sonntag, 03.12.2017, 17:25 Uhr aktualisiert: 03.12.2017, 19:21 Uhr
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker darf jetzt als närrischer Ehrengeist nicht nur am Rosenmontag durch das jecke Westfalen spuken. Links ihr Laudator Oberbürgermeister Markus Lewe, rechts Geister-Präsident Stephan Pahl.
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker darf jetzt als närrischer Ehrengeist nicht nur am Rosenmontag durch das jecke Westfalen spuken. Links ihr Laudator Oberbürgermeister Markus Lewe, rechts Geister-Präsident Stephan Pahl. Foto: hpe

Wer sich in der rheinischen Jeckenmetropole als Oberbürgermeister tapfer schlagen will, kommt am „Karnevalsabitur“ bei den Bösen Geistern in Münster nicht vorbei: Nach Fritz Schramma und Jürgen Ro­ters schnappten sich die Geister jetzt auch das dritte Kölner Stadtoberhaupt in Folge. Seit Sonntag ist die parteilose Henriette Reker Ehrengeist bei der KG Böse Geister und darf „nicht nur am Rosenmontag in beiden Narrenhochburgen unbegrenzt spuken“, so Geister-Chef Stephan Pahl bei der närrischen Ehrung im Rathaus-Festsaal.

KG Böse Geister tauft Ehren- und Obergeister

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  • Die KG Böse Geister hat am Sonntag ihre Ehren- und Obergeister getauft. Foto: hpe
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  • Die KG Böse Geister hat am Sonntag ihre Ehren- und Obergeister getauft. Foto: hpe
  • Die KG Böse Geister hat am Sonntag ihre Ehren- und Obergeister getauft. Foto: hpe

Mit Unterstützung der Ehrengarde Köln unter ihrem Präsidenten Hans-Georg Haumann schaffte es Reker ziemlich mühelos, alle närrischen Aufgaben zu bestehen. Ein paar westfälische Schnäpschen und kleine Frikadellen mit teuflisch scharfen Fleischbröckchen wurden von Reker tapfer geschluckt. In seiner Laudatio lobte Oberbürgermeister Markus Lewe seine Amtskollegin als „Queen vom Rhein“ in Anspielung auf Ex-Oberbürgermeister Konrad Adenauer, der den Titel „König von Köln“ trug.

Als erste Frau seit Gründung der Roten Funken von 1823 wurde Reker dort in das aktive Korps aufgenommen und kann Rosenmontag die Funken-Uniform tragen, nun auch mit Geister-Mütze.

Die Beziehung zu Münster ist für Reker, die gern mal „unerkannt zum Shoppen“ in die Westfalenmetropole kommt, eng. Die Rheinländerin machte ihr Referendariat am Landgericht Münster und war acht Jahre Justiziarin bei der Innungskrankenkasse. Ihren Mann lernte sie auf dem Golfplatz in Alverskirchen kennen. „Damals war Reker schon fast Münsteranerin. Hätte das komplett geklappt, wäre ich heute vielleicht kein Oberbürgermeister von Münster“, so Lewe. Und spätestens nach fünf Geister-Schnäpsen sehe man mit Blick auf St. Lamberti auch zwei gotische Türme und fühle sich wie in der Heimat Köln, ulkte Lewe.

Reker lobte ihren Amtsbruder, der als Rittmeister der Reserve seit 2011 zur Ehrengarde gehört, als engagierten Freund des Karnevals. „Die Liebe zu Stadtgeschichte, Tradition und Brauchtumspflege verbindet uns“, so die Kölner Oberbürgermeisterin. Etwas neidisch blicke sie allerdings auf Münster wegen der Skulptur-Projekte.

Preußen-Münster-Sportdirektor Malte Metzelder ist nun Ehrenratsherr. Laudator Siggi Höing schilderte Metzelder als „ehrgeizigen Sportler mit hoher Sozialkompetenz“. Weil Metzelder schon als Kind gern mit Schwarzpulver hantierte, sei er als „anerkannter Sprengstoffexperte geeignet, die Pyrotechnik-Verstecke der Ultras in Münster aufzuspüren“, so Höing. Und „der 1. FC Köln kommt den Preußen aktuell zumindest spielerisch weit entgegen“, meinte schließlich Pahl. Beiden Teams wünschte man einen Aufstieg aus dem Tabellenkeller.

Zum Ehrenpräsidenten wurde Rainer Hestermann befördert. Mario Engbers, Hermann Mackenbrock und Daniel Wilmes sind nun Obergeister.

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