Streitatlas erschienen
Münster ist nicht sehr streitlustig

Münster -

Münsteraner sind nicht besonders streitlustig, im bundesweiten Durchschnitt liegt die Stadt im unteren Mittelfeld. Pro 100 Einwohner kommt es zu 26 Streitfällen, so eine Studie. Meistens geht es um private Reibereien.

Dienstag, 05.12.2017, 09:00 Uhr
 
  Foto: colourbox.de

Münsters Bevölkerung ist nicht besonders streitlustig. Zu diesem Ergebnis kommt der bundesweite „Streitatlas“ eines Versicherungsunternehmens. Die Wut wohnt eher in Großstädten. Leipzig hat mit rund 33 Streitfällen pro 100 Einwohner die hitzigsten Gemüter, Münster rangiert mit 26 Fällen pro 100 Einwohner im unauffälligen Mittelfeld auf einer Ebene mit Dortmund und Essen.

Zu Münster: Knapp 70 Prozent aller erfassten Streithähne sind männlich, in fast der Hälfte aller Fälle geht es um Privatstreitigkeiten, beispielsweise den Krach mit dem Nachbarn oder auch Ärger mit dem Reiseveranstalter. Es folgen „Verkehr und Mobilität“ mit 20 Prozent vor „Wohnen und Mieten“ mit knapp 15 Prozent. In gut zehn Prozent aller Streitigkeiten geht es um Probleme am Arbeitsplatz oder Ärger mit Behörden.

Streitaufkommen gestiegen

Besonders streitlustig sind laut Statistik die 46- bis 55-Jährigen mit 26 Prozent Anteil an allen Fällen. Der Streitwert in Münster liegt überwiegend unter 2000 Euro (62 Prozent), nur bei einem Prozent aller Auseinandersetzungen ging es um Beträge zwischen 100.000 und einer Million Euro.

Die Mehrzahl aller Fälle wird laut Studie des Unternehmens „Advocard“ innerhalb von zwei Jahren geklärt – entweder vor Gericht oder beim Schiedsmann. Bundesweit ist das Streitaufkommen laut Atlas seit 2013 um drei Prozent gestiegen.

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