Musical-Darsteller aus Münster
Käpt‘n Hook aus Münster

Münster -

Eine bessere Rolle als die des Käpt‘n Hook hätte sich Marlon Hangmann in „Peter Pan“ nicht vorstellen können. Die Verkörperung des Bösewichts ist für den Münsteraner das erste große Engagement als Musical-Darsteller.

Mittwoch, 06.12.2017, 08:00 Uhr
Fies und boshaft, so ist Käpt‘n Hook. Genau das gefällt Marlon Hangmann an der Figur aber besonders gut. Die Rolle ist sein erstes großes Engagement als Musical-Darsteller.
Fies und boshaft, so ist Käpt‘n Hook. Genau das gefällt Marlon Hangmann an der Figur aber besonders gut. Die Rolle ist sein erstes großes Engagement als Musical-Darsteller. Foto: Theater Liberi

Wenn er die Bühne betritt, bekommen die Kinder im Publikum Angst. Mit seinem Haken, der seine linke Hand ersetzt, wirkt er bedrohlich – und vor allem ziemlich fies. Doch kaum sind Hut und Haken abgelegt, ist von der Boshaftigkeit bei Marlon Hangmann nichts mehr zu spüren.

Der gebürtige Münsteraner spielt den Käpt‘n Hook – und damit den Bösewicht in dem Musical „Peter Pan“. Damit ist das „Theater Liberi“ derzeit auf Tournee, gerade erst haben sie in Münster Station gemacht. Für Marlon Hangmann ist es das erste große Engagement als Musical-Darsteller.

Der 21-Jährige ist in Münster aufgewachsen. Zu dem Beruf kam er eher zufällig: „Ich habe schon sehr früh angefangen zu tanzen. Mit sechs Jahren hat mich meine Mutter ein eine Tanzschule gebracht.“ Der Grund: „Ich war motorisch sehr unbegabt, habe erst spät laufen und Radfahren gelernt.“ Seine Eltern hätten sich von den Tanzstunden Besserung erhofft. Die traten ein – und Marlon Hangmann hatte gleich ein Hobby gefunden. Bis es ihn aus seiner Heimatstadt für die Musical-Ausbildung nach Hamburg zog, hat er Tanzstunden genommen und auch gegeben. Auch auf der Theaterbühne hat sich Marlon Hangmann schnell wohlgefühlt. „Später habe ich dann auch noch Gesangunterricht genommen“, so Hangmann. Recht früh sei ihm klar gewesen: „Ich möchte beruflich etwas mit der Bühne zu tun haben.“ An der Stage School in Hamburg konnte er dann seine Aus­bildung machen – mit Talentförderung. Gerade war er mit dem „Theater Liberi“ zurück in seiner Heimatstadt, für den 21-Jährigen ein besonderer Auftritt. „Hier in Münster hatte ich die Möglichkeit, mich in vielen Bereichen künstlerisch auszuprobieren“, sagt er. Nicht in jeder Stadt sei das Angebot so groß gewesen. „Daher verdanke ich Münster einen großen Teil von dem, was ich jetzt bin.“

Das Besondere an seinem Beruf sei, dass kein Tag wie der andere ist, sagt Marlon Hangmann: „Besonders jetzt sehe ich fast täglich neue Theater und bespiele neue Bühnen.“ Die Rolle des Käpt‘n Hook sei für ihn zudem die „Traumrolle“ gewesen. Doch manchmal sei es auch anstrengend, der Bösewicht zu sein: „An meiner linken Hand trage ich den Hook-Haken, dazu kommen falsche Bärte, eine widerspenstige Perücke und einige Lagen Stoff.“ Damit habe er zu Beginn echte Schwierigkeiten gehabt.

Trotzdem kann sich Hangmann keinen schöneren Beruf vorstellen: „Ich habe die Möglichkeit, mit Kollegen, die genauso für die Sache brennen wie ich, etwas auf die Beine zu stellen, mit dem wir Menschen eine Freude machen können.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5337220?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker