Problematischer Standort
Ärgerliche Serie: Gartencenter verzeichnet allein in 2017 vier Einbrüche

Münster -

Die Betreiberin eines Gartencenters an der Trauttmansdorffstraße ist verzweifelt. Sie berichtet von mehreren Einbrüchen, von Schäden vor der Tür und von Lärmbelästigungen. Die Betriebsinhaberin weiß nicht, an wen sie sich noch wenden soll.

Dienstag, 05.12.2017, 21:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2017, 07:20 Uhr
Mehrfach wurde bereits in diesem Jahr in das Gartencenter an der Trauttmansdorffstraße eingebrochen.
Mehrfach wurde bereits in diesem Jahr in das Gartencenter an der Trauttmansdorffstraße eingebrochen. Foto: Matthias Ahlke

Die Inhaberin eines Gartencenters an der Trauttmansdorffstraße weiß sich nicht mehr zu helfen: Allein in diesem Jahr sei vier Mal bei ihnen im Betrieb eingebrochen worden, berichtet sie – zuletzt am vergangenen Sonntag. Auch seien Autos demoliert, Beete verwüstet und Türen mutwillig zerstört worden. „Ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagt die Kauffrau.

Niemand fühle sich zuständig, beklagt sie. Früher habe es noch eine Telefonnummer gegeben, an die sie sich wenden konnte. Die Betreiberin des Gartencenters ist verzweifelt. Denn Sorge bereiten ihr nach eigenen Angaben außer den Ein­brüchen auch Probleme mit einigen Nachbarn. Im Sommer drehten diese die Musik so laut auf, erzählt die Kauffrau, dass sie ihre Kunden im Außenbereich des Gartencenters nicht mehr beraten konnte.

Die Schäden für den Betrieb summierten sich allein in diesem Jahr auf etwa 3000 bis 4000 Euro. Auf ­einigen Kosten bleibe sie hängen, so die Geschädigte.

Unglücklicher Standort

Die Polizei sei eingeschaltet worden, das bestätigt auch eine Sprecherin der Behörde. Eine gehäufte Kriminalität sei an dieser Stelle aber nicht zu erkennen, heißt es weiter.

Tatsächlich aber handelt es sich bei dem Bereich in der Nachbarschaft des Gartencenters um einen unglücklichen Standort, der viel Bauschmerzen bereiten würde, betont Herbert Berkemeier vom städtischen ­Sozialamt. In unmittelbarer Nähe zum Gartencenter befindet sich eine Immobilie der Wohn- und Stadtbau, die seit über 30 Jahren von der Stadt Münster angemietet wird und in der sich laut Berkemeier ein Übergangswohnheim für obdachlose Familien befindet.

Alle 36 Wohnungen seien dauerhaft gut belegt, so Berkemeier. Die Stadt habe die Situation erkannt und seit Monaten dort ihre Betreuungsakzente verstärkt, betont er. Zu­sätzlich zum Sozialamt und zur Arbeiterwohlfahrt, die dort eine Kita betreibt, sei darum auch außerhalb der Dienstzeiten inzwischen ein Sicherheitsdienst tätig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5337229?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker