Schneechaos
Wintereinbruch sorgt für zahlreiche Unfälle im Münsterland

Münster -

Glatte Straßen und umstürzende Bäume: Anhaltender Schneefall hat das Münsterland und große Teile NRWs am Wochenende im Griff. Es kam zu Hunderten Unfällen.

Sonntag, 10.12.2017, 19:58 Uhr aktualisiert: 10.12.2017, 21:12 Uhr
Schneechaos: Wintereinbruch sorgt für zahlreiche Unfälle im Münsterland
Schneebedeckt waren am Sonntag viele Straßen im Münsterland. Foto: Gunnar A. Pier

Heftige Schneefälle haben in Nordrhein-Westfalen am Wochenende zu Hunderten Verkehrsunfällen geführt.

Auf der A3 am Kreuz Breitscheid stellte sich in den frühen Morgenstunden am Samstag ein Lkw quer und blieb stecken. Die Autobahn blieb bis in den frühen Nachmittag hinein teilweise gesperrt. Die Feuerwehr versorgte wartende Autofahrer, wie die Landesleitstelle der Polizei mitteilte. Auf der A2 bei Bielefeld kam der Verkehr am Sonntagnachmittag zeitweise komplett zum Erliegen. Zwischenzeitlich musste die Autobahn voll gesperrt werden, um Streufahrzeuge durchzulassen.

Aber nicht nur glatte Fahrbahnen bargen eine Gefahr - auch Bäume stürzten unter der Schneelast um. 

Allein auf den Autobahnen gab es zwischen Freitagabend und Sonntag nach Angaben der Landesleitstelle mehrere Hundert witterungsbedingte Unfälle mit mehr als zehn Verletzten. Auch abseits der Autobahnen kam es landesweit zu zahlreichen Unfällen. 

Wintereinbruch im Münsterland

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  • Das Münsterland liegt am Sonntag unter einer Schneedecke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Laut einer Warnung des Deutschen Wetterdiensts ist am Sonntag im Münsterland mit fünf bis zehn Zentimetern Schneefall zu rechnen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bereits am Freitagabend fielen in Münster die ersten Flocken.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Sehen Sie im Weiteren Schneebilder aus Münster.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Für zwei Stunden wurde die Westfalenmetropole mit einem dünnen weißen Schneeteppich umhüllt Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke

Unfälle im Münsterland

So kam es allein im Kreis Coesfeld bis Samstagmittag zu 24 Verkehrsunfällen, am Sonntag folgten witterungsbedingt 30 weitere. Es blieb meist bei geringen Sachschäden.

Ein schwerer Unfall mit drei Verletzten ereignete sich am Samstagabend auf der B 54 bei Gronau. Schneematsch auf der Überholspur brachte einen 20-jährigen Autofahrer ins Schleudern, er kollidierte mit einem Bulli. Ein Insasse wurde von der Feuerwehr aus dem Fond des Bullis befreit und mit  schweren Verletzungen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der Fahrer dieses Autos rutschte auf der B 54 in den Gegenverkehr.

Der Fahrer dieses Autos rutschte auf der B 54 in den Gegenverkehr. Foto: Martin Borck

Ebenfalls am Samstagabend verlor eine Autofahrerin auf einer Landstraße zwischen Enniger und Neubeckum (Kreis Warendorf) die Kontrolle über ihren Wagen. Sie geriet ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Die 46-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.

Zu einem schweren Unfall kam es am Sonntagnachmittag auf der B 67 zwischen Rhede und Bocholt. Die Bundesstraße wurde gesperrt, drei Personen wurden verletzt.

Insgesamt blieb es am Sonntag im Münsterland nach Angaben der Polizeidienststellen trotz der zahlreichen Einsätze aber meist bei kleineren Unfällen ohne Verletzungen. 

Chaos auf Münsters Straßen

Der einsetzende Neuschnee sorgt seit Sonntagmittag in Münster für Probleme. Seitdem verzeichnet die Polizei nach eigenen Angaben mehrere Verkehrsbehinderungen und Unfälle mit Blechschäden. Auf glatter Straße drehte sich ein Bus .

Die Abfallwirtschaftsbetriebe in Münster melden, dass ihr Winterdienst am Sonntagmorgen gegen drei Uhr begonnen habe. Dabei konzentrierten sich die Einsatzkräfte zunächst auf das Streuen der wichtigsten Straßen. Wobei insbesondere alle Buslinien berücksichtigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Winterdienst ist nach Angaben der AWM mit zwölf Streufahrzeugen und rund 20 Personen unterwegs.

Bahn- und Flugbetrieb lahmgelegt

Schnee und Eis beeinträchtigen auch den Bahnverkehr. „Bitte rechnet mit längeren Reisezeiten oder Zugausfällen. Ein Busnotverkehr ist aufgrund der Straßenverhältnisse nicht möglich″, schriebt die Deutsche Bahn am Sonntagnachmittag bei Twitter. Im Münsterland fiel die Verbindung zwischen Münster und Bösensell somit komplett aus.

Bis in den Abend war die Lage auf den Schienen so chaotisch, dass einzelne Zugausfälle - entgegen sonstiger Gepflogenheiten - nicht mehr über Twitter kommuniziert wurden. Die Bahn in NRW riet dazu, Reisen mit der Bahn ganz zu verschieben.

Der Flughafen Düsseldorf den Flugbetrieb zwischenzeitlich eingestellt. Nach Angaben eines Sprechers wurden am Sonntagmittag um kurz nach 12 Uhr erste Flüge gestrichen. Wie lange die Sperrung andauert, konnte der Flughafen noch nicht sagen. Womöglich könne der Betrieb am Nachmittag wieder aufgenommen werden. 

Auswirkungen hatte der Schnee auch auf den Flughafen Münster/Osnabrück in Greven. Zunächst gab es zusätzliche Landungen, weil einige Maschinen mit dem Ziel Düsseldorf nach Greven ausgewichen sind. Rund 1000 Passagiere kamen so unfreiwillig am FMO an und mussten mit Bussen weiter reisen. Als der Schnee am Nachmittag heftiger wurden, fielen am FMO wiederum zwei Frankfurt-Flüge aus.  

Auf Neuschnee folgt Tauwetter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für Sonntagabend und die Nacht auf Montag steigende Temperaturen und damit verbundenes Tauwetter voraus.

Prognose

Prognose fürs Münsterland: Weiße Weihnachten sind möglich

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