Löschzug Altstadt zieht Bilanz
Einsatz bei Wilsberg

Münster -

Ganz wollte der Name nicht passen: Denn der Löschzug Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr Münster hatte zum Herbst­essen in den Mühlenhof eingeladen. Aber es fielen große weiße Flocken vom Himmel, so dass eher winterliche als herbstliche Stimmung aufkam.

Montag, 11.12.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2017, 15:31 Uhr
Ungewöhnliches Ambiente für den Löschzug Altstadt: Im Mühlenhof beförderten (v.l.) Gottfried Wingler-Scholz, Peter Voß und Oliver Belau-Terhaer (r.) Rafael Neuffer zum Unterbrandmeister.
Ungewöhnliches Ambiente für den Löschzug Altstadt: Im Mühlenhof beförderten (v.l.) Gottfried Wingler-Scholz, Peter Voß und Oliver Belau-Terhaer (r.) Rafael Neuffer zum Unterbrandmeister. Foto: cro

Doch davon ließen sich die Feuerwehrleute nicht beeindrucken: Vielmehr waren die Kameraden gespannt, was Schriftführer Andreas Brockmann aus dem vergangenen Jahr zu berichten hatte. Denn der Jahresrückblick, vorgetragen auf humorvolle Art, ist immer der Höhepunkt des Herbst­essens. „Und natürlich die Beförderungen und Ehrungen”, sagte Löschzugführer Peter Voß.

Das vergangene Jahr hatte für die Mitglieder des Löschzuges einige Aufgaben parat: Denn die 35 Feuerwehrleute wurden zu 34 Einsätzen gerufen, darunter war ein Kellerbrand an der Staufenstraße. Auch ein Brand beim Haus der Wohnungslosen blieb den Löschzugmitgliedern in Erinnerung. Damals hatten Unrat und Müll in einer Tiefgarage Feuer gefangen.

33 Diensthabende nahmen an einer Weiterbildung teil. „Dabei haben wir aber nicht immer nur alleine geübt, sondern es gab eine Löschzug übergreifende Übung mit Gievenbeck und Kinderhaus”, berichtete Andreas Brockmann.

Die Aufgaben, die der Löschzug nebenbei erfüllte, sorgten für Heiterkeit: Unter anderem musste der Löschzug für Regen bei der Wilsberg-Folge „Münster-Leaks” sorgen. „Da standen wir schon ein paar Stunden am Set”, so Brockmann.

Auch der neue Leiter der Berufsfeuerwehr, Gottfried Wingler-Scholz, stattete den Löschzug einen Besuch ab – und betonte, das er wieder in Westfalen angekommen sei. „Ich habe festgestellt, dass die Menschen aus dem Ruhrpott keine Ironie verstehen. Das ist hier anders, und das ist top”, freute sich der Feuerwehrchef.

Zugleich gab er einen Ausblick auf die Aufgaben der kommenden Jahre: „Wir werden die Alarm- und Ausrückeordnung überarbeiten, ebenso das Fahrzeugkonzept, und verschiedenen Bauvorhaben liegen auch vor uns.”

Wingler-Scholz übernahm auch eine offizielle Aufgabe: Er sprach Rafael Neuffers Beförderung zum Unterbrandmeister aus.

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