LVM wartet auf Abriss-Genehmigung für die Osmo-Hallen
Neuhafen-Projekt soll 2019 starten

Münster -

Seit über zehn Jahren wartet Münster auf eine städtebauliche Entwicklung der Hafenmeile auf dem alten Osmo-Areal. Der LVM möchte im Jahr 2019 mit einer Bebauung loslegen. Vorher sind allerdings noch viele Fragen zu klären.

Mittwoch, 13.12.2017, 07:00 Uhr
LVM wartet auf Abriss-Genehmigung für die Osmo-Hallen: Neuhafen-Projekt soll 2019 starten
Der aktuelle städtebauliche Entwurf zeigt die Überlegungen für das ehemalige Osmo-Gelände. Der LVM will Büros und Wohnungen an der Wasserkante schaffen. Kresing und Deilmann teilen ihre Flächen zwischen Hafenweg und Schillerstraße auf. Das östliche Ende will Kuhr entwickeln. Das kleine Bild zeigt einige Planentwürfe von Kresing und Deilmann zur Hafenentwicklung, unter anderem das Wohnen am Wasser, das politisch nicht durchsetzbar war. Foto: Christ/Stadt, Foto: rr

2019. Im übernächsten Jahr möchte der LVM mit seinem großen Bauvorhaben direkt an der Wasserkante beginnen und beim millionenschweren Neuhafen-Projekt auf dem früheren Osmo-Gelände vorangehen. Der Abriss der wackeligen Hallen ist bei der Stadt beantragt und soll im Frühjahr 2018 starten. „Noch liegt die Genehmigung nicht vor“, sagt eine Sprecherin der Versicherung. „Heaven“ und „Coconut Beach“ räumen aber Anfang kommenden Jahres das Feld , soviel ist bereits klar. Einzüge wären ab dem Jahr 2022 denkbar.

Seit über zehn Jahren diskutieren Projektentwickler, Politik und Verwaltung über die städtebauliche Entwicklung am Stadthafen I bis zur Schillerstraße. Jetzt kommt eine neue Welle, die Schwung in die äußerst zähe Geschichte bringen soll.

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Bebauungsplan soll vorangetrieben werden

Der Planungsausschuss wird sich im Januar mit dem städtebaulichen Planentwurf für das Neuhafen-Projekt beschäftigen. Ziel ist es, das Bebauungsplanverfahren endlich voranzubringen. „Sobald der Bebauungsplan für das Gelände steht und der Abriss erfolgt ist, stellt der LVM den Bauantrag“, heißt es vom Kolde-Ring.

Stadtbaurat Robin Den­s­torff hatte das städtebauliche Konzept Ende November der Politik gezeigt. Danach ermöglicht das Neuhafen-Projekt den Bau von 450 Wohnungen, aber auch von Büros, Cafés und Geschäften.

Der LVM und die Projektentwickler Rainer M. Kresing, Andreas Deilmann sowie Josef Kuhr stecken die Köpfe über Formen, Struktur und Höhe der möglichen neuen Gebäude zusammen. Dabei loten der LVM und Kresing, dem das angrenzende Grundstück am Hafenweg gehört, nach Informationen unserer Zeitung auch aus, inwieweit sie ihre Flächen gemeinsam entwickeln können. Eine LVM-Sprecherin deutet an: „Wenn es eine Überplanung des gesamten Quartiers geben sollte, sind auch wir bereit, unsere Planung gegebenenfalls zu überdenken.“ Kresing sagt, dass ihm eine einheitliche Bebauung am Hafen am Herzen liegt. „Dort sollten keine solitär nebeneinander gestellten Gebäude entstehen.“

Kresing und Deilmann planen nicht mehr zusammen

Klar ist allerdings auch, dass Kresing und Deilmann nach ihrem geschäftlichen Knatsch ihre Flächen nicht mehr zusammen entwickeln werden. Sie hatten vor zehn Jahren gemeinsam ambitionierte Pläne für Wohnen am Wasser vorgestellt und immer wieder mit modernen Planentwürfen die Diskussion anstoßen wollen. „Ich bin weiterhin an einer hohen architektonischen Qualität am Hafen interessiert“, betont Kresing. Er und Deilmann haben inzwischen ihr mal gemeinsames Gesamtareal vom Hafenweg bis zur Schillerstraße aufgeteilt.

Die Fläche um den Speicher am östlichen Ende des Stadthafens entwickelt der Unternehmer Josef Kuhr, der dort einen dreiteiligen Gebäudekomplex mit einem Büroturm errichten möchte.

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