Tannenbäume von lokalen Anbietern
Der Ansturm auf die Nadelgehölze

Münster -

In zehn Tagen muss in vielen Haushalten der Weihnachtsbaum festlich geschmückt glänzen. Die lokalen Händler rechnen am Wochenende mit dem großen Ansturm der Kunden.

Donnerstag, 14.12.2017, 09:00 Uhr aktualisiert: 14.12.2017, 09:27 Uhr
Weihnachtsbaum-Händler Stephan Bäcker in Gelmer will mit persönlicher Beratung und der großen Auswahl im Weihnachtsbaumgeschäft punkten. Am kommenden Wochenende rechnet er mit dem großen Ansturm der Kunden.
Weihnachtsbaum-Händler Stephan Bäcker in Gelmer will mit persönlicher Beratung und der großen Auswahl im Weihnachtsbaumgeschäft punkten. Am kommenden Wochenende rechnet er mit dem großen Ansturm der Kunden. Foto: hpe

In zehn Tagen soll er kerzengerade gewachsen und festlich geschmückt der glanzvolle Hingucker im Wohnzimmer sein: Wer seine Lieben an Heiligabend nicht mit einem „krummen Besen“ die Stimmung trüben möchte, muss sich auf die Suche nach dem passenden Weihnachtsbaum machen.

Weil der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, rechnen die lokalen Anbieter am kommenden Wochenende mit dem ganz großen Ansturm auf die Tannenbäume.

Aktueller Dauerregen „nicht förderlich“

Auf dem Hof von Stephan Bäcker in Gelmer hält sich die Nachfrage noch in Grenzen. „Am Wochenende lag Schnee, hier sah es fast aus wie im Weihnachtswald, die Kunden waren in Kauflaune“, meint Bäcker. Dann wieder Flaute seit Montag. Der aktuelle Dauerregen ist „nicht förderlich“, aber spätestens ab Freitag rechnet er mit vielen Interessenten für seine rund 450 Bäume.

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Die Nadelgehölze stehen sortiert nach Art und Größe auf einer Freifläche zwischen den Hofgebäuden parat, ein Teil stammt aus der eigenen Plantage in Gelmer. Weil der Eigenanbau der Nadelgehölze erst vor sechs Jahren gestartet ist, kommt die Masse der Tannenbäume aus dem sauerländischen Schmallenberg. „Sie werden zwei Tage vor der Anlieferung geschlagen, frischer geht es kaum“, meint Bäcker.

Renner ist die Nordmanntanne

Nach wie vor der Renner ist die Nordmanntanne, die unverändert 20 Euro pro Meter kostet. „Dichter Wuchs und die Nadeln stechen nicht“, so der Händler. Sein persönlicher Favorit ist die Nobilistanne. Weil sie „dicht wächst und nach Baum riecht“. Blaufichten würden wegen der starken Äste von denjenigen geschätzt, die noch schwere Echtkerzen an die Zweige hängen. Rotfichten seien kam noch gefragt, weil sie zwar „typisch aussehen, aber ordentlich piksen“.

Worauf noch zu achten ist

Bis kurz vor dem Aufstellen sollten die Bäume kühl und trocken auf Terrassen, im Keller oder dem Carport im Eimer Wasser stehend gelagert werden. Rund drei Wochen schaffen sie es dann in der warmen Wohnung ohne größeren Nadelverlust. „Wasser im Ständer hilft nur, wenn man nicht vorher die Rinde beim Einstielen abschneidet“, rät der Weihnachtsbaum-Experte.

Bäume mit Ballen halten zwar länger, doch Einpflanzversuche im Garten scheitern meist. „Ein Großteil der Tiefwurzeln sind ja abgetrennt und die braucht ein Baum, um zu überleben“, so Bäcker. So wie er, bieten viele heimische Anbieter einen Lieferservice an. Und wollen so neben der Beratung beim Kunden punkten.

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