Einkaufen am 24.12.
Katholische Verbände fordern Sonntagsschutz auch an Heiligabend

Münster -

Eine Gruppe von katholischen Erwachsenenverbänden im Bistum Münster hat sich gegen Einkäufe am Heiligen Abend ausgesprochen. Mit einem Appell rufen sie Kunden zum Kaufverzicht auf.

Freitag, 15.12.2017, 11:30 Uhr aktualisiert: 15.12.2017, 11:42 Uhr
Einkaufen auch an Heiligabend? Katholische Verbände fordern Verbraucher zum Verzicht auf.
Einkaufen auch an Heiligabend? Katholische Verbände fordern Verbraucher zum Verzicht auf. Foto: dpa

In einem gemeinsamen Appell richten sich die Vorsitzenden der Verbände mit der Aufforderung an die Menschen in Nordrhein-Westfalen, an Heiligabend nicht einzukaufen.

„Die bloße rechtliche Möglichkeit, Läden am Sonntag, dem 24.12., zu öffnen, darf nicht dazu führen, dass der Schutz des Sonntags aus dem Blick gerät. Wir danken allen Verantwortlichen, die beschlossen haben, am Heiligen Abend nicht zu öffnen“, so der Vorsitzende des Katholischen Kaufmännischen Vereins, Norbert Zumbrägel, und die Vorsitzende des Frauenbunds, Elisabeth Henrichmann. Einzelhandelsgeschäfte, die trotzdem öffnen, sollten von den Konsumierenden daran erinnert werden, dass der Umsatz nicht über allem steht.

„Als KAB treten wir besonders für die Arbeitnehmer ein – es kann nicht sein, dass in diesem Jahr ausgerechnet an Heiligabend der Sonntagsschutz aufgeweicht wird“, so Brigitte Lehmann, Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Münster. „Wir trauen den Verbraucherinnen und Verbrauchern durchaus zu, ihre Einkäufe für die Festtage so zu planen, dass alles spätestens am 23. Dezember erledigt ist“, so die Vorstandsvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft, Judith Everding und die Vorsitzende der Landvolkbewegung, Margret Schemmer.

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