Samstags in Münster Innenstadt
Weihnachtsgeschenke: Das kommt mir in die Tüte

Münster -

Die Vorweihnachtszeit hat am Samstag für eine volle Innenstadt gesorgt. Doch nicht die Menge, sondern Einzelne und ihre Einkäufe haben uns an diesem Tag interessiert.

Montag, 18.12.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 18.12.2017, 07:21 Uhr
Jan Ole Hartmann wurde am Samstag in Münsters Innenstadt fündig. Was er verschenkt, will er aber nicht verraten.
Jan Ole Hartmann wurde am Samstag in Münsters Innenstadt fündig. Was er verschenkt, will er aber nicht verraten. Foto: Oliver Werner

Ungerührt vom hektischen Treiben, das am Samstagnachmittag an ihm vorbeizieht, liest ein junger Mann auf der Ludgeristraße ein Buch. Es ist ein Thriller, doch an diesem, dem vorletzten Samstag der Vorweihnachtszeit, liegt eigentlich eine ganz andere Spannung über der Stadt. Bereits um kurz nach 10 Uhr sind die ersten Geschenke-Jäger auf der Pirsch. Statt Flinte tragen sie EC- und Kreditkarten bei sich, ihre Beute transportieren sie in Tüten aus Plastik oder Papier.

So wie Anette Hofmann: „Ich wohne in Dortmund, doch jedes Jahr kommen wir in der Vorweihnachtszeit nach Münster, denn hier lässt es sich schöner und ruhiger einkaufen“, findet sie. In ihren Händen hält sie zwei Tüten mit Geschenken für die Enkel. In einer sind Spielzeugautos, in der anderen Fanartikel des FC Bayern München: „Obwohl mir das ganz schön weh tut als Borussia-Fan“, sagt sie und verzieht das Gesicht.

Norbert Merla ist extra aus Paderborn gekommen, um seiner Tochter, die einen Tag vor Weihnachten 14 Jahre alt wird, Klamotten zu kaufen. Drei volle Tüten hat er gegen 12 Uhr bereits in der Hand. „Klar, dass könnte ich in Paderborn auch kaufen, aber man will ja auch mal was anderes sehen“, sagt er schmunzelnd.

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Unterwegs ist am Vormittag auch Sandra Wohlfahrt. Die 24-Jährige arbeitet in Münster in einem Ingenieurbüro. Ihre Geschenke kann sie ruhig verraten, schließlich leben ihre Eltern in Lindau am Bodensee. Für ihre Mutter hat sie eine Halskette gekauft, ihr Vater, ein Endvierziger, wird einen Kalender der Comicfigur „Werner“ unterm Weihnachtsbaum finden. Eine spontane Idee: „Er mag die Filme, daher musste ich bei dem Kalender an ihn denken“, sagt Sandra Wohlfahrt.

Voll wie an Karneval

Unweit von ihr steht Lukas Schlattmann. Er kauft nichts, er spielt Klavier. „Gegen die Hektik des Alltags“, setzt er auf „fast schon meditative Stücke“. Schlattmann ist einer von vielen, die an diesem Tag Musik machen. Aus Leidenschaft, für Geld oder als „das Ergebnis einer Spinnerei“, wie es Daniela Pöpping ausdrückt. Sie steht mit ihren beiden Söhnen Clemens (9) und Antonius (11) nahe des Doms. Mit dabei zwei Geigen und eine Taschentrompete sowie bekannte Weihnachtslieder.

Samstags in Münsters Innenstadt

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  • Foto: Björn Meyer
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Manch einer bleibt stehen, als die Familie zu spielen beginnt. Die meisten aber jagen ungerührt weiter. Minute um Minute, Geschäft um Geschäft. Als die Dämmerung einsetzt, ist der Prinzipalmarkt so voll, wie sonst nur an Karneval oder beim Stadtfest. Auch die Prominenz ist erschienen – jedenfalls die bunte. Der radelnde Weihnachtsmann Helmut, und Rajah Rajasingham, bekannt durch seinen Lieblingssong „Oh My Darling“. Auch Gregory da Silva ist da, der afrikanische Eiermann.

Trubelige Woche erwartet

Genaue Umsatzzahlen für Münster konnte Karin Eksen, Geschäftsführerin beim Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland, am Sonntag nicht liefern. Bundesweit lägen die Verkaufszahlen der stationären Händler am dritten Adventswochenende jedoch unter den eigenen Erwartungen. Ob Münster sich davon abhebe, werde sich erst kommende Woche zeigen. Dann erwartet Eksen noch einmal ein reges Geschäft, mit einem Finale am 23. Dezember. „Da wird es sicher noch mal rummelig.“

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„Familienereignis Weihnachtseinkauf“

Unweit davon, in den Arkaden, stehen Vater Peter und Sohn Henning Rode. „Wir warten auf meine Frau und meine Tochter“, sagt Peter Rode. Die Frauen verspäten sich, doch Stress kommt nicht auf. „Für uns ist der Weihnachtseinkauf ein Familienereignis“, sagt der Familienvater, während er auf die Musikbox zeigt, die seine 16-jährige Tochter an Heiligabend bekommen wird.

Weihnachtseinkauf am zweiten Adventswochenende

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  • Aufgrund des unbeständigen Winterwetters war die Innenstadt Münster diesmal nicht so überlaufen. Foto: Matthias Ahlke
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  • Aufgrund des unbeständigen Winterwetters war die Innenstadt Münster diesmal nicht so überlaufen. Foto: Matthias Ahlke
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  • Aufgrund des unbeständigen Winterwetters war die Innenstadt Münster diesmal nicht so überlaufen. Foto: Matthias Ahlke
  • Aufgrund des unbeständigen Winterwetters war die Innenstadt Münster diesmal nicht so überlaufen. Foto: Matthias Ahlke
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  • Aufgrund des unbeständigen Winterwetters war die Innenstadt Münster diesmal nicht so überlaufen. Foto: Matthias Ahlke

Theresa Fliedner und ihr Freund Christian Thiedemann haben währenddessen für Thiedemanns Patenkind Spielzeug bei Mukk gekauft. „Ein toller Laden für Kinder“, findet der Münsteraner – „auch für die großen Kinder“, ergänzt seine Freundin lächelnd im Halbdunkel, während es hinter ihr im Geschäft blitzt und leuchtet.

Unerfüllter Wunsch

Für den Thriller des jungen Mannes auf der Ludgeristraße ist es nun zu dunkel. Der 26-Jährige heißt Stefan, aber eigentlich nennen ihn alle „Zegge“. Er lebt auf der Straße, seit drei Jahren in Münster. Ins Obdachlosenheim will er nicht „zu viel Alkohol, zu viele Drogen dort“, sagt er. Weihnachten feiert er nicht. Einen Wunsch hätte er trotzdem: „Eine Wohnung“, sagt der 26-Jährige. Es ist wohl einer der wenigen Wünsche, die an diesem Samstag in der Stadt nicht in Erfüllung gehen.

Weihnachtseinkäufer strömen in die Stadt

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  • Der zweite Adventssamstag erfüllte in Münster die Erwartungen des Handels. In Strömen kamen die Besucher in die Stadt. Foto: Matthias Ahlke
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