Atomkraftgegner
Kletter-Protest gegen Urantransporte am Hauptbahnhof

Münster -

Eine Kletteraktion am Hauptbahnhof Münster führten am Samstagvormittag Aktivisten der Gruppe „Sofortiger Atomausstieg“ (SofA) durch. An den Säulen des Haupteingangs wurden Transparente wie „Urantransporte stoppen“ aufgehängt, zudem wurden Flyer verteilt.

Sonntag, 17.12.2017, 17:00 Uhr aktualisiert: 17.12.2017, 17:13 Uhr
An Münsters Hauptbahnhof protestierten am Samstag Atomkraftgegner gegen Urantransporte durchs Münsterland.
An Münsters Hauptbahnhof protestierten am Samstag Atomkraftgegner gegen Urantransporte durchs Münsterland. Foto: Oliver Werner

Die Atomkraftgegner wollten nach eigenen Angaben auf Urantransporte aufmerksam machen, die – wie sie in einer Mitteilung schreiben – monatlich auch durch den münsterischen Hauptbahnhof fahren und die Uranfabriken in Narbonne und Gronau beliefern.

„Wir wollen ein nächstes Fukushima verhindern, deshalb müssen wir die Transporte zur Versorgung der Atomindustrie stoppen“, erklärt Irene Thesing, eine der Beteiligten. Johannes Bruders von SofA ergänzt: „Die Urananreicherungsanlage in Gronau muss jetzt abgeschaltet werden. Da Politiker von Grünen bis CDU schon viel versprochen, aber nichts umgesetzt haben, bleibt uns keine Alternative dazu, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.“

Die Nutzung von Uran sei nicht nur mit den Gefahren der Atomkraftwerke verbunden, bereits beim Abbau des Urans würden riesige radioaktive Abraumhalten entstehen, die Menschen in den Uranabbaugebieten im Niger oder Namibia verstrahlen, betonen die Aktivisten weiter. „Wir wollen nicht auf dem Rücken anderer leben, egal ob diese Uran in Afrika oder Australien oder Kohle in Kolumbien abbauen“, so die Aktivisten weiter.

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