Ärger mit der LEG
Schimmelbefall: Mieter wartet seit Monaten auf Handwerker

Münster -

LEG-Mieter Mehdi Zahedi Kandolagi wartet seit Monaten auf Handwerker, weil eine Wand feucht ist und sich inzwischen Schimmel gebildet hat. Bislang wurde kaum etwas repariert, ein Anwalt ist eingeschaltet. Jetzt soll der Schaden laut LEG zeitnah beseitigt werden.

Dienstag, 19.12.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 19.12.2017, 07:06 Uhr
Die Wand ist feucht und die Tapete hält nicht: Mehdi Zahedi Kandolagi und seine Familie warten seit zwei Monaten auf Handwerker von der Wohnungsgesellschaft LEG.
Die Wand ist feucht und die Tapete hält nicht: Mehdi Zahedi Kandolagi und seine Familie warten seit zwei Monaten auf Handwerker von der Wohnungsgesellschaft LEG. Foto: hpe

Für Mehdi Zahedi Kandolagi ist es „ein katastrophaler Zustand, der jetzt schon zwei Monate andauert“. Als er im September seine Wohnung am Elsa-Brändström-Weg in Berg Fidel frisch tapezieren wollte, fiel das bedruckte Papier gleich wieder von der Wand. Vermutlich durch einen nicht rechtzeitig bemerkten Rohrbruch in der Wand war das Gemäuer feucht geworden, inzwischen hat sich überall in der „guten Stube“ ein Schimmelbefall gebildet. „Besonders schlimm für meine Frau, die an Asthma leidet“, so der Informatik-Umschüler aus Münster.

Seit zehn Jahren lebt er mit seiner vierköpfigen Familie in dem Reihenhaus unweit des Preußen-Stadions, Eigentümer ist die Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen (LEG), die auch in Münster eine Niederlassung hat.

Mehrfach habe er versucht, mit der Wohnungsverwaltung Kontakt aufzunehmen. Bislang seien lediglich Handwerker geschickt worden, die den Schaden begutachtet hätten. „Von acht vereinbarten Terminen sind nur in drei Fällen überhaupt Leute gekommen. Fotos wurden gemacht, 90 Minuten gearbeitet, und das war es dann “, sagt Zahedi-Kandolagi.

Trockene Wohnung an Weihnachten

Wohn- und Schlafzimmer könnten gar nicht mehr benutzt werden, man behilft sich auf den noch verbleibenden Quadratmetern. „Die Familie übernachtet komplett im Schlafzimmer, und ich muss auf dem Boden ruhen, auch nicht gerade gesund“, so der Mieter. Durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogene Möbel mussten entsorgt werden. Inzwischen hat er einen Anwalt eingeschaltet. Die 680 Euro Monatsmiete überweist der verärgerte Mann auch nicht mehr.

Mehr zum Thema

Ärger mit der LEG : Zwei Wochen Kälte

Wohnpark Hiltrup im alten Missionshaus: Mieter klagen über „katastrophale Wohnzustände“

...

Durch ein Telefonat dieser Zeitung mit der LEG kommt jetzt doch noch Bewegung in die für die Familie bedenkliche Situation. Der Wasserschaden soll nun „so schnell wie möglich“ beseitigt werden, so LEG-Sprecher Mischa Lenz. Bislang kam es laut Lenz „leider zu einigen Abstimmungsproblemen auf beiden Seiten“. Für die „entstandenen Unannehmlichkeiten“ entschuldige man sich bei der Familie. Inzwischen ist ein Handwerker-Termin für den heutigen Dienstag vereinbart. Zahedi Kandolagi hofft also, noch vor Weihnachten wieder eine trockene Wohnung zu haben. „So wird das Fest ja vielleicht doch noch gerettet“, sagt er.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5368510?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker