Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe
Städtetagspräsident zu Wohnungsbau: Nicht zu spät reagieren

Münster -

Der neue Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe (CDU), fordert vom Bund auch ab dem Jahr 2020 eine Mitverantwortung für den sozialen Wohnungsbau. 

Montag, 01.01.2018, 09:52 Uhr aktualisiert: 01.01.2018, 12:31 Uhr
Der neue Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe (CDU).
Der neue Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe (CDU). Foto: Rolf Vennenbernd

"Wir sehen wegen der Größe und Bedeutung der Aufgabe aber auch über das Jahr 2019 hinaus den Bund weiter gefordert und nicht nur die Länder", sagte Lewe zu seinem Amtsantritt der Deutschen Presse-Agentur. Für breite Schichten der Bevölkerung müssten deutlich mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden.

Bund und Länder hatten sich im Sommer auf eine Neuregelung ihrer Finanzbeziehungen geeinigt. Bevor der Länderfinanzausgleich in der jetzigen Form 2020 abgeschafft wird, zahlt der Bund für den sozialen Wohnungsbau 2017 und 2018 nochmals 1,5 Milliarden Euro, 2019 noch eine Milliarde. Dann sind die Länder alleine in der Pflicht.

Mehr zur Person Markus Lewe

Der Deutsche Städtetag fordert laut Lewe eine langfristige und ressortübergreifende Wohnungs- und Baulandpolitik, die nicht immer erst auf einen Mangel reagiere. Jährlich müssten knapp 400 000 neue Wohnungen gebaut werden, der Bedarf für Sozialwohnungen liege bei jährlich 120.000.

Münsters Oberbürgermeister hat das Amt zum Jahreswechsel von Eva Lohse, seiner Kollegin aus Ludwigshafen, übernommen.

Deutscher Städtetag

Der Deutsche Städtetag ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Städten in Deutschland. Er nimmt als kommunaler Spitzenverband die Interessen der Städte gegenüber der Bundesregierung, dem Bundestag, dem Bundesrat, der Europäischen Union und zahlreichen Organisationen wahr.

Der kommunale Spitzenverband berät zudem seine Mitgliedsstädte über wichtige Entwicklungen und fördert den Erfahrungsaustausch untereinander. Derzeitige Herausforderungen sind unter anderem die Zuwanderung, Finanzprobleme, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

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