Zahlreiche Rettungsdiensteinsätze in Münster
Viele schauten zu tief ins Glas

Münster -

Einerseits ist erfreulich, dass die Bilanz von der Polizei und der Feuerwehr zur Silvesternacht in Münster recht positiv ausfällt. Andererseits gab es nächtliche Begleiterscheinungen, die besorgniserregend sind.

Montag, 01.01.2018, 13:30 Uhr aktualisiert: 01.01.2018, 13:42 Uhr
 Die Polizei im Einsatz am Stadthafen.  
 Die Polizei im Einsatz am Stadthafen.   Foto: Matthias Ahlke

Die Bilanz der Einsatzkräfte der Silvesternacht fällt „vergleichsweise ruhig aus“, doch eine Zahl überrascht dabei. 80 Mal wurde der Rettungsdienst gerufen – eine hohe Zahl, was vor allem eine Folge übermäßigen Alkoholkonsums gewesen sei, heißt es. Dazu kamen einige Fälle, bei denen sich Münsteraner mit Feuerwerkskörpern verletzt hatten.

Auch die Polizei hatte mit übermäßigem Alkoholmissbrauch und aggressivem Auftreten zu tun. Insgesamt feierten die Münsteraner den Jahreswechsel aber nach ihrer Einschätzung „überwiegend fröhlich und friedlich“. Dennoch kam es im Laufe der Nacht zu mehreren Festnahmen in der Stadt.

Verstoß gegen Waffengesetz

Ein 43-jähriger Münsteraner schoss aus einer Pistole mit Leuchtmunition. Da er weder im Besitz eines Waffenscheines noch einsichtig und zudem betrunken gewesen sei, kam er in Polizeigewahrsam. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.

Auf dem Hafenplatz flogen Böller und Raketen in Richtung Feiernder, verletzt wurde aber laut Polizei niemand. Die Beamten nahmen vier betrunkene junge Männer mit, 23 Platzverweise wurden ausgesprochen.

139 Polizeieinsätze, 75 Feuerwehr- und Rettungsdienst-Einsätze

Insgesamt kam es in der Silvesternacht zu 139 Polizeieinsätzen in Münster, im Vorjahr waren es 123. Dazu zählen 31 Meldungen über Randalierer, Schlägereien und Streitigkeiten. Nach Mitternacht wurden die Beamten noch zu elf Ruhestörungen gerufen. „Von wenigen Ausnahmen abgesehen, feierten die Menschen fröhlich und friedlich. Unsere Präsenz hat sich bewährt“, bilanziert Einsatzleiter Manfred Kurzawe.

Bereits am Nachmittag hatten Täter an der Isolde-Kurz-Straße in Nienberge einen Böller in einem Hausbriefkasten gezündet. Der Briefkasten wurde total zerstört, die Frontklappe landete 15 Meter entfernt auf der Straße. Am frühen Neujahrsmorgen hatten Diebe gegen 2.30 Uhr einen Zigarettenautomaten am Rektoratsweg in Kinderhaus gesprengt.

Feuerwehr und Rettungsdienst bezeichnen die Einsatzlage als „vergleichsweise ruhig“. Die Einsatzkräfte wurden bis zum Neujahrsmorgen zu 15 Brand- und 80 Rettungsdiensteinsätzen gerufen. Darunter waren mehrere Kleinbrände, die durch die unsachgemäße Handhabung von Feuerwerkskörpern verursacht wurden.

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