Engagement ist „bewundernswert“
Sternsinger bringen Segen zum Bischof

Münster -

Wenn das Jahr noch jung ist, machen sich in ganz Deutschland auch die Sternsinger wieder auf den Weg. In Münster bekam Bischof Dr. Felix Genn auch bereits Besuch von Caspar, Melchior und Balthasar.

Freitag, 05.01.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2018, 16:54 Uhr
Nicht nur für, sondern auch mit Bischof Dr. Felix Genn sangen die Sternsinger am Freitag. Der Bischof empfing zwei Gruppen aus der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser. Als Dank gab es warmen Kakao und Plätzchen.
Nicht nur für, sondern auch mit Bischof Dr. Felix Genn sangen die Sternsinger am Freitag. Der Bischof empfing zwei Gruppen aus der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser. Als Dank gab es warmen Kakao und Plätzchen. Foto: Wilfried Gerharz

Die goldenen Kronen schimmerten, die Mäntel raschelten im Wind. Die acht Sternsinger standen offenbar ziemlich aufgeregt vor der Tür. Als sich diese plötzlich öffnete, trat Bischof Dr. Felix Genn hinaus. Er empfing am Freitagvormittag zwei Sternsingergruppen in seinem Bischofshaus am Domplatz.

Die acht Mädchen und Jungen aus der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser sangen für den Bischof. Und der stimmte auch gleich selbst mit ein. Am Morgen waren die Sternsinger bereits im Dom, auch den Weihbischöfen und den Missionsschwestern brachten sie ihren Segen ins Haus.

Als die Sternsinger zur Kreide griffen, um den Segen „Christus mansionem benedicat“ (zu Deutsch: „Christus segne dieses Haus“) auf die Steine neben der Tür zu schreiben, hatte Bischof Genn eine bessere Idee: „Da geht die Kreide immer so schnell wieder ab“. Deshalb wurde der Segen auf die Steine und auch mitten auf die Holztür geschrieben.

Die Sternsinger besuchen Bischof Dr. Felix Genn

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  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Auch den Segen „Christus mansionem benedicat“ (zu Deutsch: „Christus segne dieses Haus“) wurde an die Tür des Bischofs geschrieben.

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  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Zum Abschluss konnten sich die Kinder mit warmem Kakao und Plätzchen im Haus von Bischof Dr. Felix Genn stärken.

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  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Bischof Dr. Felix Genn spendete natürlich auch für die diesjährige Sternsinger-Aktion. In diesem Jahr lautet das Motto: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit.“

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  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar haben acht Kinder Bischof Dr. Felix Genn besucht. Rund um den 6. Januar sind in Münster wieder zahlreiche Sternsinger unterwegs.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Sitzt alles richtig? Kurz bevor Bischof Dr. Felix Genn vor die Tür trat, wurden die Kostüme noch einmal gerichtet.

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  • Auch ein Erinnerungsfoto vor der Tür des Bischofshauses durfte nicht fehlen.

    Foto: Wilfried Gerharz

Bischof Genn lud die sieben- bis zehnjährigen Kinder danach noch in sein Haus ein. Bei warmem Kakao, Plätzchen und Schokolade konnten sich die Mädchen und Jungen stärken – und mit dem Bischof ins Gespräch kommen.

Der lobte das große Engagement der zahlreichen Kinder, die sich im Bistum Münster als Sternsinger auf den Weg machen. „Es ist bewundernswert“, so Genn. Das Wetter sei zwar nicht so schlecht, aber anstrengend sei es trotzdem.

Im gesamten Bistum Münster sind knapp 30 000 Sternsinger aus 372 Pfarreien unterwegs. Und viele Menschen freuen sich noch immer, wenn die Sternsinger kommen, wie Genn sagt: „Dass noch immer viele Leute spenden, zeigt das Ergebnis jedes Jahr.“ Die Sternsinger sagten dem Bischof aber auch, dass nicht jeder die Tür öffne. Der Appell des Bischofs an diejenigen: „Wenn Sie etwas gegen die Kirche haben, müssen Sie es nicht an den Kindern auslassen.“

In diesen Tagen sammeln die Sternsinger in ganz Deutschland unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit.“ Die Spenden gehen an Projekte weltweit, wie Susanne Deusch, Geistliche Leiterin des Bundes der Deutschen Katholiken (BDKJ) in Münster, sagte. BDKJ und das Kindermissionswerk sind Träger der Sternsingeraktion.

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