Mi., 10.01.2018

Raubüberfälle Bewaffnete Täterin schlug gleich drei Mal zu

Raubüberfälle: Bewaffnete Täterin schlug gleich drei Mal zu

Die Polizei ist auf der Suche nach einer Frau, die am Dienstagabend in Münster vermutlich drei Raubüberfälle begangen hat. Foto: dpa

Münster - 

18.36 Uhr in Sprakel, 19.10 Uhr in Coerde, 19.30 Uhr in Gievenbeck - am Dienstagabend wurden in Münster gleich drei Geschäfte von einer bewaffneten Unbekannten überfallen. Die Polizei vermutet, dass die Täterin in allen drei Fällen dieselbe ist.

Der Raubzug durch Münster begann laut einer Mitteilung der Polizei an der Sprakeler Straße. Eine unbekannte Täterin kam demnach um 18.36 Uhr in einen Supermarkt, wartete den Moment ab, bis eine Mitarbeiterin ihre Kasse öffnete und überraschte sie von hinten. Sie drohte mit einer Schusswaffe und sagte: „Überfall, Kasse auf, Geld her". Reflexartig schlug die Angestellte die Kasse zu und drückte einen Knopf zum Aufruf eines weiteren Kollegen. Dies sah die Täterin und flüchtete.

Mit durchgeladener Pistole Bargeld erbeutet

Um 19.10 Uhr wurden Polizisten zu einem Überfall auf eine Tankstelle an der Schneidemühler Straße in Coerde gerufen. Auch hier kam eine Täterin auf die Mitarbeiterin zu, richtete eine Schusswaffe auf sie und forderte mehrfach: „Gib mir das Geld!" Als die Angestellte dies zunächst verneinte und heimlich einen Alarmknopf drückte, lud die Unbekannte die Pistole durch, um ihrer Aussage Nachdruck zu verleihen. Die Kassiererin griff daraufhin in die Kasse und übergab mehrere Scheine. Mit der Beute flüchtete die Räuberin in Richtung Königsberger Straße.

Zeuge stößt Täterin zu Boden

Dritter Tatort: die Dieckmannstraße in Gievenbeck. Hier betrat eine Täterin nach Angaben der Polizei gegen 19.30 Uhr einen Kiosk, stellte eine schwarze Lederhandtasche auf die Theke und verlangte von dem Inhaber Zigaretten und Bargeld. Zur Unterstützung hielt die Unbekannte eine Pistole neben die Tasche. Als ein Kunde den Verkaufsraum betrat, griff der Kiosk-Besitzer geistesgegenwärtig nach dem Telefonhörer, um den Notruf zu wählen, berichtet die Polizei.

Die Räuberin rannte los, um zu flüchten. Zusammen mit dem Kunden versuchte der Inhaber sie festzuhalten. Die Unbekannte riss sich jedoch los. Ein weiterer Zeuge sah die Situation, rannte der Täterin hinterher und stieß sie zu Boden. Als er die Schusswaffe bemerkte, ließ er jedoch von ihr ab. Die Unbekannte flüchtete in Richtung Heekweg.

Überfälle mit Make-Up und manikürten Fingernägeln

Da in allen drei Fällen die Beschreibung der Täterin ähnlich ist, vermutet die Polizei, dass es sich um ein und dieselbe Frau handeln könnte: Sie ist 25 bis 30 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank. Die Frau war bekleidet mit einer schwarzen Hose und dunklen Schuhen sowie einem schwarzen Steppmantel, der bis zu den Knien reichte.

In allen Fällen hatte die Täterin laut Polizei eine Kapuze über den Kopf gezogen und mit einem schwarzen Schal ihre Mundpartie verdeckt. Auffällig: Die Unbekannte hatte geschminkte Augen und french-manikürte Fingernägel. Sie hatte eine schwarze Pistole dabei.

Wie die gesuchte Frau in knapp 20 Minuten die rund neun Kilometer von Coerde nach Gievenbeck geschafft hat? „Möglicherweise war die Täterin mit einem Auto unterwegs und hat so die einzelnen Tatorte in der Kürze der Zeit erreicht″, vermutet die Polizei.

Bitte um Hinweise

Hinweise zu der Räuberin, anderen verdächtigen Wahrnehmungen oder möglichen Fahrzeugen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.



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