Veränderungen am Hauptbahnhof Münster
Bald ist die Ostseite dicht

Münster -

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Am Hauptbahnhof zeichnet sich eine weitere, grundlegende Veränderung bei den Besucherströmen ab. Ende Januar wird der letzte noch verbliebene Zugang auf der Ostseite des Hauptbahnhofs gesperrt. Der Grund: Das Areal wird hergerichtet für den geplanten Neubau des Empfangsgebäudes durch die Firma Landmarken AG.

Mittwoch, 17.01.2018, 21:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2018, 21:10 Uhr
Veränderungen am Hauptbahnhof Münster: Bald ist die Ostseite dicht
Ostseite des Hauptbahnhofs in Münster. Foto: Matthias Ahlke

Die 30 Prozent der Bahnkunden, die nach Auskunft der Stadt bislang den Hauptbahnhof vom Bremer Platz aus ansteuern, müssen deshalb umdisponieren. Bei Kurzzeitparkern ist die Freifläche am Bremer Platz beziehungsweise das Erdgeschoss des gleichnamigen Parkhauses sehr beliebt. Diese Autoströme werden sich vermutlich auf die Westseite verlagern. Nach Auskunft von Andreas Thiel vom städtischen Planungsamt sind zehn Kiss-and-Ride-Parkplätze an der „kleinen“ Bahnhofstraße geplant. Er geht davon aus, dass die Fläche ausreichend dimensioniert sei. Ansonsten bleibe noch das Parkhaus Bahnhofstraße.

Klagen von Menschen mit Gehbehinderung

Auch Christoph Hilbert vom städtischen Parkhausbetreiber WBI erwartet, dass sich Kunden vom Parkhaus Bremer Platz zum Parkhaus Bahnhofstraße hin umorientieren werden. Zugleich räumt er aber ein, dass der Fußweg vom diesem Parkhaus zum Bahnhofseingang länger sei als vom Parkhaus Bremer Platz. Immer wieder gibt es an der Westseite Klagen von Gehbehinderten, zumal dann, wenn die Behindertenparkplätze mit Fahrrädern zugestellt sind.

Bei den Radfahrern aus Münsters Osten gehen die Verkehrsplaner davon aus, dass die Bahnkunden durch den Hamburger Tunnel zur Westseite fahren und dort einen Abstellplatz suchen.

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Doch wohin?

Die Radstation ist ausgebucht, die freien Radständer sind bis weit in den Hamburger Tunnel hinein belegt. Sollte die Rädersituation vor dem Hauptbahnhof demnächst nicht mehr beherrschbar sein, spiele die Stadt laut Andreas Thiel mit dem Gedanken, auf das Erdgeschoss des Parkhauses Bahnhofstraße zurückzugreifen.

Geregelt sei derweil schon, so die Stadt, wo mobilitätseingeschränkte Radler ihre Leeze demnächst parken können. Die abschließbare Box, die derzeit am Bremer Platz steht, wird vor der Bahnhofspost einen neuen Standort erhalten.

Die Bauarbeiten auf der Ostseite sind mit rund zweieinhalb Jahren terminiert. Mit der Fertigstellung soll dann eine zweite Radstation mit 2200 Plätzen zur Verfügung stehen.

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