Flüchtlingsunterkünfte
Stadt sucht neue Standorte

Münster -

Die Stadt will ihr Angebot an festen, dezentralen Unterkünften für Flüchtlinge ausbauen. Dafür werden nun wieder neue Standorte festgelegt.

Donnerstag, 18.01.2018, 08:00 Uhr
Flüchtlingsunterkünfte: Stadt sucht neue Standorte
Notunterkunft aus Containern für Flüchtlinge in Hiltrup. Foto: mlü

Die schrumpfende Zahl von Asylsuchenden in Deutschland macht sich auch in Münster bemerkbar.

In den städtischen Einrichtungen leben derzeit noch rund 2100 Menschen, in Spitzenzeiten waren es nach Auskunft des Sozialamtes bis zu 4800.

Abbau kurzfristiger Unterkünfte

2500 Plätze in Unterkünften, die die Stadt ab dem Herbst 2015 und im Jahr 2016 kurzfristig bereitgestellt hat, sind mittlerweile wieder abgebaut beziehungsweise aufgegeben worden, wie Heinz Lembeck vom Sozialamt erklärt.

Neue Einrichtungen nötig

Dennoch benötige die Stadt Münster auf Dauer neue, feste Einrichtungen für die Unterbringung von Flüchtlingen, denn lediglich rund ein Drittel der aktuell von der Stadt untergebrachten Menschen habe einen Platz in den dezentralen, dauerhaften städtischen Häusern.

Konstruktive Klausurtagung

Am vergangenen Wochenende haben sich die Mitglieder des städtischen Arbeitskreises Flüchtlinge, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Experten von Polizei, Kirchen und sozialen Trägern bei einer Klausurtagung in Schöppingen Gedanken über die Festlegung neuer Standorte gemacht, an denen massive Häuser für jeweils 50 Bewohner errichtet werden können.

„Die Diskussion dort war sehr konstruktiv“, berichtete Sozialamtsleiterin Dagmar Arnkens-Homann am Mittwochabend dem Sozialausschuss.

Mögliche Entscheidung im Mai

Die Ergebnisse, die die Politiker nun in ihren Fraktionen abstimmen, will die Verwaltung im Frühjahr in den Gremien vorlegen, der Rat könne voraussichtlich im Mai entscheiden, so Arnkens-Homann.

Offener Austausch

In dem Mediationsprozess, der dazu dient, dass Politiker und Verwaltung sowie Experten ihre jeweilen Interessen und Bedenken offen austauschen können, ging es neben neuen Standorten auch um welche, die die Stadt bereits früher festgelegt, aber noch nicht realisiert hat.

Diskutiert wurde ebenfalls über einige Standorte, auf denen die Stadt Holzrahmenhäuser für Flüchtlinge aufgestellt hat, etwa am Vennheideweg, der Mauritzheide, am Dahlweg oder an der Nieberdingstraße.

Gleichmäßige Verteilung

Das allgemeine Interesse, das auch bei früheren dieser Verständigungsprozesse zur Standortsuche deutlich wurde, war es dem Vernehmen nach auch diesmal, die Standorte gleichmäßig im Stadtgebiet zu verteilen – also auch in innerstädtischen Bereichen.

Außenstadtteile sollten nicht überproportional beteiligt werden.

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