Münsterische Band „God Hates Green“
Gott und die Farbe Grün

Münster -

Nach ihrem Bandnamen werden die drei Musiker oft gefragt. Laut Sänger Günter Mond hat das aber auch einen Vorteil: „Jeder kann sich den Namen merken.“ Und er verrät auch, was es mit „God Hates Green“ auf sich hat.

Donnerstag, 18.01.2018, 10:00 Uhr
Die münsterische Band „God Hates Green“ besteht aus (v.l.) Carsten Nas (Gitarre), Günter Mond (Bass und Gesang) und Christian Michel (Schlagzeug).
Die münsterische Band „God Hates Green“ besteht aus (v.l.) Carsten Nas (Gitarre), Günter Mond (Bass und Gesang) und Christian Michel (Schlagzeug). Foto: Band

Drei Männer aus Münster und die These, dass Gott die Farbe Grün hasst: „Die Frage nach dem Bandnamen hören wir sehr häufig“, sagt Sänger und Bassist Günter Mond. Zusammen mit Carsten Nas und Christian Michel bildet er die Band „God Hates Green“. Doch was hat Gott gegen Grün?

„Wir wollten den Zuhörern eine freie Interpretation ermöglichen“, sagt Günter Mond. Die Band hat aber eine eigene Version der Geschichte. „Es ist Satire auf die God-hates-Bewegung in den USA“, sagt Sänger Mond. Demonstranten seien dort mit Schildern auf die Straße gegangen auf denen stand, was Gott hasse. Unzählige rassistische Bemerkungen hätten dort gestanden. „Wir haben aber ein Foto gesehen, auf dem ein Mann ein anderes Schild hielt“, sagt Mond. „Gott hasst Pappschilder“, habe darauf gestanden. „Dem wollten wir uns anschließen und haben uns etwas noch Unsinnigeres ausgedacht.“ Der Sänger macht deutlich: „Für uns steht aber keine Botschaft dahinter.“

Die Band „God Hates Green“ hat sich 2009 in Münster gegründet. „Wir haben uns über eine Annonce gefunden“, erinnert sich Mond. Beim ersten Treffen kamen sich Gitarrist Carsten Nas und Günter Mond gleich bekannt vor. „Wir wussten beide nicht woher“, sagt Mond. Man habe sich dann über Berufe ausgetauscht: Beide sind Lehrer. Dann fiel der Groschen, wie Günter Mond sagt: „Carsten war der Lehrer meines Sohnes.“ Erst einige Tage zuvor habe man sich bei einem Elterngespräch gegenübergesessen. „Mein Sohn fand das gar nicht lustig“, sagt Günter Mond. Doch er und Nas erinnern sich gerne daran zurück.

In der heutigen Besetzung – neben Mond und Nas gehört noch Christian Michel am Schlagzeug dazu – spielt die Band seit 2011 zusammen. Alle drei Musiker hatten vorher bereits Bühnenerfahrung, die Einflüsse könnten kaum unterschiedlicher sein. Günter Mond hatte in einer Punkband gesungen, Carsten Nas hatte sich mit Wave und Gothic beschäftigt, und Christian Michel stammt aus einer Hardcore-Band.

Aus der Mischung ist eine Indie-Rock-Band entstanden. Mit noch einem anderen Einfluss: „Unser erster Probenraum war ein kleines Sommerhaus an der Werse.“ Das habe dem ersten Schlagzeuger der Band gehört – und sich als „Beatles-Museum“ herausgestellt. „Das war wie ein Zeitsprung in die 1960er-Jahre“, erinnert sich Mond. Und den Einfluss der Beatles höre man noch heute in den Liedern von „God Hates Green“.

Das neue Jahr hat der Band bereits etwas Glück gebracht. Am Montag (22. Januar) wird „God Hates Green“ in „WDR2 Pop“ vorgestellt – als eine von drei Bands aus Nordrhein-Westfalen. Und in der renommierten Musikzeitschrift „Gitarre und Bass“ wurden sie als „Act des Monats“ unter den Newcomern vorgestellt.

Die drei Männer haben bereits zwei CDs produziert, beide zusammen mit Reiner Wyen im Studio des Jugendinformations- und Bildungszentrums an der Hafenstraße. Auch live ist die Band immer mal wieder zu hören, zum Beispiel beim Stadtfest oder bei „Altstadt live“. „Manchmal spielen wir auch in Köln, aber meist sind wir in der Umgebung unterwegs“, sagt der Sänger.

Für mehr reiche die Zeit nicht, alle drei seien berufstätig und hätten Familie, sagt Günter Mond: „Die Rockstar-Träume haben wir begraben. Wir machen das für uns. Es soll ein Hobby bleiben, das auch auf die Bühne kommt.“

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