Sturmtief wütet in Ostbevern
Die Friedensreiche bringt Verwüstung

Ostbevern/Brock -

Das Sturmtief Friederike ist am Donnerstag (18. Januar) mit Orkanböen über den Kreis Warendorf gefegt. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Teile von Ampelanlagen oder Verkehrsschilder flogen auf Straßen, Dachteile und andere umherfliegende Gegenstände sorgten für Gefahr. Auch in Brock und Ostbevern wütete der Sturm.

Donnerstag, 18.01.2018, 18:14 Uhr aktualisiert: 18.01.2018, 21:23 Uhr
Das Sturmtief Friederike wütete überall in der Gemeinde und richtete viele Schäden an.
Das Sturmtief Friederike wütete überall in der Gemeinde und richtete viele Schäden an. Foto: Rohling, Gemeinde Ostbevern, Flockert

Friederike – der Name steht eigentlich für „Die Friedensreiche“ oder die „Friedensfürstin“. Davon war am Donnerstag aber nicht viel zu spüren. Denn das gleichnamige Sturmtief und seine Orkanböen sorgten auch in Ostbevern für zahlreiche Einsätze bei Polizei und den Feuerwehren.

Um 16.09 Uhr kam die Nachricht: Entwarnung. Bis dahin hatte die Freiwillige Feuerwehr schon knapp 40 Einsätze hinter sich. Nico Holtkemper sagt zu dem Tag: „Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Es waren vor allem umgestürzte Bäume. Zudem mussten wir helfen, die Strecke zwischen Milte und Ostbevern zu sperren, da dort aufgeräumt werden musste.“ Der stellvertretende Leiter war mit seinen Kameraden seit 11 Uhr nonstop im Einsatz war. „Und auch vielen Dank an die Arbeitgeber, die uns heute den ganzen Tag freigestellt haben.“

Die Wache in Ostbevern war den gesamten Tag besetzt und koordinierte von hier aus die Kameraden in Brock und Ostbevern. Neben zahllosen umgeknickten und entwurzelten Bäumen und herumfliegenden Ästen war sicherlich der Stromausfall für viele Bürger der Bevergemeinde deutlich zu spüren. Grund für mehrere kurze Ausfälle war, dass Oberleitungen wie Trafostationen in Folge des Sturms beschädigt wurden.

Auch Telefonleitungen hatte es in den Bauerschaften erwischt. Die Stadtwerke ETO waren zu Redaktionsschluss noch mit ihren Technikern unterwegs und gaben an, dass das ganze Ausmaß erst am Freitag wirklich zu überblicken sei. Auf dem Lienener Damm kippte zudem auch noch ein Lkw um, für dessen Bergung ein Spezialkran geordert werden musste. Der Fahrer blieb aber unverletzt.

Noch bevor Friederike in ganzer Stärke über die Region fegte, waren ihre Auswirkungen schon zu spüren. So waren unter anderem auf dem Wochenmarkt nicht alle Beschicker vertreten. Später wurde das Areal rund um die Kirche abgesperrt. Ebenso das Gelände rund um den K+K, der kurzzeitig sogar geschlossen hatte. Grund dafür waren Dachziegel und andere Elemente, die von den Dächern gestürzt waren, beziehungsweise drohten her­unterzufallen.

Betroffen vom Sturmtief waren nach Auskunft der Polizei des Kreises Warendorf alle 13 Städte und Gemeinden. Es hätte aber keinen eindeutigen Einsatzschwerpunkt gegeben. Am späten Nachmittag waren die meisten Störungen behoben.

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