Verkehrschaos durch „Friederike“
Der Stau nach dem Sturm

Münster -

Der Stau nach dem Sturm: Gesperrte Straßen und ein teilweise noch lahm liegender Bahnverkehr führten am Freitag in Münster zu langen Autoschlangen. Vor allem rund um den Bahnhof knubbelte es sich.

Freitag, 19.01.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 19.01.2018, 18:26 Uhr
Auch auf der Bremer Straße, hier Ecke Hansaring, bildeten sich lange Schlangen.
Auch auf der Bremer Straße, hier Ecke Hansaring, bildeten sich lange Schlangen. Foto: Matthias Ahlke

Die Folgen von Friederikes Orkanböen haben auch am Freitag die Verkehrsverhältnisse in der Stadt noch behindert. Vor allem das abgewehte Dach des Bahnbetriebsgebäude auf den Gleisen an der Überführung über die Hafenstraße hat am Morgen zu einem Verkehrschaos geführt.

Die Sperrung des Nadelöhrs soll bis in die Abendstunden andauern und hatte zur Folge, dass Abertausende Pendler auf Umwegen ihr Ziel erreichen wollten und sich auf Hammer Straße, Albersloher Weg, Von-Steuben-Straße, dem Ring und vor allem auf der Bremer Straße lange Staus bildeten.

Der Tag nach Sturm „Friederike“ in Münster

1/20
  • Am Tag nach Sturmtief „Friederike“ werden in Münster viele Schäden beseitigt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Glück im Unglück hatte die Martin-Luther-Schule im Kreuzviertel.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine Kastanie vor der Schule ist auf das Schulgebäude gestürzt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der 25 Meter hohe Baum kippte auf das Schulgebäude, durchschlug ein Fenster und beschädigte das Dach.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Schulleiterin Marion Schmitz-Matschke sprach von einer „glücklichen Fügung, dass niemand verletzt wurde.“

    Foto: Matthias Ahlke
  • „Alle Kinder waren zu dieser Zeit im offenen Ganztag im Parterre“, berichtet die Schulleiterin.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Hauptbahnhof kümmerten sich Arbeiter am Freitag um das heruntergerissene Dach eines Bahngebäudes.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Bahn setzte einen Arbeitszug ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Wegen der Aufräumarbeiten...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...wurde die Hafenstraße im Bereich der Bahnunterführung gesperrt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Sperrung führte den ganzen Tag...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...zu erheblichen Behinderungen im Verkehr.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Bremer Straße wurde zum Nadelöhr, es entstanden lange Staus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Hauptbahnhof fielen am Freitag...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...noch viele Züge aus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Hauptbahnhof mussten sich viele Reisende nach Alternativen umsehen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch der Pendelverkehr ins Münsterland war am Morgen stark eingeschränkt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch der Busverkehr war am Freitag noch eingeschränkt. Am Morgen kam es zu erheblichen Verspätungen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Für die Strecke nach Rheine wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der Von-Steuben-Straße warteten Dutzende auf die Ersatzbusse.

    Foto: Matthias Ahlke

Lange Schlangen im Norden

Neuralgischer Punkt im Norden war die Sperrung der Straße Wilkinghege. Das verursachte auf allen nördlichen Einfallstraßen große Behinderungen. Davon waren auch die Busse der Stadtwerke und des Regionalverkehrs betroffen.

Stockender Bahnverkehr

Hinzu kam, dass viele Pendler aufs Auto umgestiegen waren, weil rund um Münster fast keine Züge mehr fuhren. Lediglich die Verbindung zwischen Münster und Warendorf funktionierte am Vormittag, später kamen Strecken nach Westen hinzu. Keine Chance hatten alle, die mit der Bahn Richtung Süden, nach Hamm, Dortmund oder Richtung Recklinghausen wollten.

Mehr zum Thema

Friederike in Münster: Haarscharf an der Katastrophe vorbei

Schulamt gab keine Empfehlung:  Eltern und Schulleiter kritisieren Behörden

Orkantief „Friederike“: Liveticker aus der Region

...

Besagte Dachtrümmer auf den Gleisen auf dem Bahngelände legten den Zugverkehr Richtung Süden komplett lahm und sorgten auch dafür, dass Münster bis weit in die Nachmittagsstunden vom Fernverkehr abgekoppelt war. Die Bahn hatte für die am Donnerstag gestrandeten Fernreisenden am Hauptbahnhof Münster über Nacht einen Aufenthaltszug aufgestellt. „Einige Menschen haben das Angebot genutzt“, so ein Sprecher.

 

Orkantief Friederike in Münster

1/55
  • Das Dach eines zur Bahn gehörenden Gebäude ist durch den Sturm schwer beschädigt worden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es stürzte teilweise auf die Gleisanlagen im Bereich der Überführungen über die Hafenstraße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Hafenstraße wurde gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Die Hafenstraße vom Hansaring aus.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Auch am Hafen gab es eine Sperrung. Der Mittelhafen wurde zwischen dem Hafenweg (Höhe Vapiano) und dem Flechtheimspeicher gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Das Dach des Fernwärmespeichers der Stadtwerke hob sich durch die Orkanböen.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • An der Wolbecker Straße stürzte eine Ampel um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der WLE-Bahnstrecke in Gremmendorf stürzte ein Baum auf die Gleise.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Weseler Straße war wegen eines umgekippten Baums zwischenzeitlich nicht befahrbar.

    Foto: Björn Meyer
  • Auf der A1 wurde zwischen Münster-Nord und Greven ein Lkw umgeweht.

    Foto: Katrin Jünemann
  • An vielen Straßen gab es kein Durchkommen.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Stürmischer Donnerstag in Münster: Tief „Friederike“ fegt mit Orkanböen durch die Stadt und richtet einige Schäden an.

    Foto: Oliver Werner
  • An der von-Steuben-Straße...

    Foto: Oliver Werner
  • ...haben sich Blechteile von einem Dach gelöst.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Straße wurde gesperrt.

    Foto: Oliver Werner
  • Von herunterstürzenden Ästen und Dachziegeln ging am Donnerstag Gefahr aus.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei empfahl, „am besten zu Hause zu bleiben“.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Feuerwehr sichert das Dach an der von-Steuben-Straße.

    Foto: Oliver Werner
  • Über 300 Einsätze vermeldete die Polizei bereits am Mittag.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr in NRW wurde wegen des Sturms eingestellt.

    Foto: Oliver Werner
  • Hunderte Reisende strandeten in Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Die meisten Gestrandeten bleiben gelassen.

    Foto: Oliver Werner
  • Zum Teil taten sich Reisende zusammen, um mit dem Taxi weit entfernte Ziele – etwa den Flughafen Düsseldorf – zu erreichen.

    Foto: Oliver Werner
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Sturm-Bilder aus Münster

    Foto: Oliver Werner
  • Waghalsige nutzten die enormen Windstärken...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...für eine Runde Windsurfen auf dem Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Ein- und Ausstieg erfolgte über die Treppe bei den 'Giant Pool Balls'.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Fliednerstraße kippte ein Container um.

    Foto: Oliver Werner
  • am Hauptbahnhof wurden Fahrräder umgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • "Friederike" zerrte auch an Baugerüsten. Hier wurde eine Plane zerfleddert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Feuerwehr beseitigt einen Baum, der auf die Weseler Straße gestürzt ist.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Baum fiel auf die Antoniuskirche.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Umgestürzter Baum an der Mecklenbecker Straße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dutzende Bäume stürzten in Münster um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An den Osmo-Hallen 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein großes Werbeplakat wurde davongeweht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Umgehungsstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Deckel einer Litfaßsäule wurde abgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch diese Zweiräder wurden umgeworfen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Uniklinik sperrte den Zugang zu einem Bettenturm.  Alle Mitarbeiter seien angewiesen worden, ihre Dienstgebäude nicht während des Sturms zu verlassen. Untersuchungen und Behandlungen, die es erforderlich machten, Patienten in andere Gebäude zu bringen, seien verschoben worden.

    Foto: Lukas Speckmann
  • Vor der Montessori-Schule an der Soester Straße stürzte ein Baum um.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Baum stürzte auf die Antoniuskirche.

    Foto: Oliver Werner
  • In der Delpstraße im Aaseeviertel stürzte ein Baum auf ein Haus.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr wurde in NRW am Morgen abgesagt.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Nachmittag war klar: Bis zum Betriebsschluss fuhr kein Zug mehr. Am späten Nachmittag waren die Bahnsteige am Hauptbahnhof leer.

    Foto: Oliver Werner
  • An die gestrandeten Fernreisenden hat die Bahn am Hauptbahnhof Taxen- und Hotelgutscheine verteilt.

    Foto: Oliver Werner

 

Bahnverkehr am Wochenende wieder normal

Der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen soll nach Schäden durch Orkan „Friederike“ am Wochenende wieder weitgehend normal laufen. „Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe des Wochenendes alle Linien wieder in Betrieb nehmen können“, sagte ein Bahnsprecher. Am Freitag war der Bahnverkehr weiterhin erheblich eingeschränkt. Aber im Regionalverkehr wurden im Laufe des Tages zahlreiche Bahnstrecken wieder in Betrieb genommen. Am späten Nachmittag war auf elf Strecken nur ein eingeschränkter Betrieb möglich. Auf weiteren vier Linien fuhren noch keine Züge. Im Fernverkehr blieben die Strecken Dortmund-Osnabrück-Bremen sowie Hamm-Wuppertal-Köln gesperrt. Auch der seit dem Sturm nicht mehr angefahrene Bahnhof Münster sollte noch am Freitagabend wieder erreicht werden können. „Für das Wochenende erwarten wir einen weitgehend normalen Verkehr“, teilte die Bahn weiter mit. Das Unternehmen riet Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5439254?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker