Professor Dr. Bodo Risch
Der „Fliegenfischer“ tritt zum letzten Mal beim „Frauendinner“ an

Münster -

Sein Markenzeichen: die bunte Fliege. Am Freitagabend tritt Professor Dr. Bodo Risch zum letzten Mal beim „Women-in-Business-Dinner“ an. Er ist überzeugt, dass die Frauen daran arbeiteten, dass der eigentliche Gründungsgrund des Netzwerks „Frauen u(U)nternehmen“ wegfällt.

Freitag, 19.01.2018, 18:22 Uhr
Prof. Dr. Bodo Risch hat eine große Auswahl an Fliegen. Beim Frauendinner trägt er gerne mal Farbe.
Prof. Dr. Bodo Risch hat eine große Auswahl an Fliegen. Beim Frauendinner trägt er gerne mal Farbe. Foto: Oliver Werner

Die Fliege ist seit Ende der 80er-Jahre sein Markenzeichen: Professor Dr. Bodo Risch bevorzugt das schmückende Accessoire. Rund 40 dieser flotten Fliegen befinden sich in seinem Besitz. Da fällt ihm die Wahl schwer – auch für das „Women-in-Business-Dinner“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Kariert, gestreift, hell und dunkel, mit Muster oder uni, das ist die Frage. Gern greift Risch zu frischen Farbtönen, denn es muss für ihn nicht immer ein gedeckter Ton sein, sagt der Fliegenträger, der bedauert, dass die Auswahl in Münster schmal geworden sei. Wenn es sich anbietet, dann stöbert Risch in Großbritannien nach neuen Fliegen.

Für den 64-Jährigen ist es das letzte Festmahl im Kreis der Frauen, denn er scheidet nach 30 Jahren Ende März aus seinem Amt aus. Aber auch sein Nachfolger ist bei „Frauen u(U)nternehmen“ bekannt: Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Peter Schnepper, der noch bis April den Standort in Gelsenkirchen leitet, kommt zurück nach Münster. Mit ihm durchlebte das Frauen-Forum im Jahr 1999 die Gründungsphase.

Für die IHK ist „Frauen u(U)nternehmen“ ein besonderes Netzwerk, „weil Frauen als Unternehmerinnen ein wichtiger Bestandteil dieser Gesellschaft sind“, betont Risch. Er ist überzeugt, dass die Frauen daran arbeiteten, dass der eigentliche Gründungsgrund wegfällt. Damals ging es um die Stärkung von Frauen in IHK-Gremien. Risch ist überzeugt: „Frauen in Unternehmerpositionen sind heute genauso selbstverständlich geworden.“

Kommentar: Abseits von Routine

Jedes Jahr im Januar dinieren rund 200 Frauen im münsterischen Rathaus. Das Forum Frauen u(U)nternehmen lädt ein. Beim 14. Mal könnte man schon von Tradition sprechen. Aber Routine kommt beim „Frauendinner“ – diese Bezeichnung hören die Gastgeberinnen nicht gerne – nicht auf. Vor allem in diesem Jahr sind einige Überraschungen im Programm verborgen. Neue Wege beschreiten die Gastgeberinnen seit ihrer Gründung gerne. Ihr Anliegen, als sie das Festessen zum ersten Mal durchgeführt haben, dürfte nach dieser Zeit überholt sein. Damals ging es darum, Frauen in Gremien zu positionieren, heute dürfte es um den Austausch gehen. Außerdem sollten die Gastgeberinnen die Qualität ihres Dinners im Auge behalten.

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