Orkan Friederike
Bahnstrecke nach Lünen freigegeben

Münster -

Bahnreisende in NRW müssen drei Tage nach Orkan „Friederike“ kaum noch mit Einschränkungen rechnen. „Der Großteil der von 'Friederike' betroffenen Strecken ist wieder frei“, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Auf drei Strecken im Regionalverkehr gebe es noch mindestens Teilsperrungen, der Fernverkehr sei frei. Die Strecke Münster-Dortmund war nach Reparaturen am Sonntag ab Montag wieder frei.

Montag, 22.01.2018, 06:52 Uhr aktualisiert: 22.01.2018, 09:39 Uhr
Orkan Friederike: Bahnstrecke nach Lünen freigegeben
Aufräumarbeiten auf der Strecke Münster-Lünen. Foto: Karin Völker

Die Strecke Richtung Dortmund war am Sonntag noch dicht. Ab Mittag wurden umgestürzte Bäume abtransportiert und Oberleitungen repariert. Die Eurobahn nach Lünen verkehrte auch am Abend nicht, Fernzüge nach Dortmund wurden umgeleitet.

In der Nacht zu Montag twitterte die Eurobahn dann, dass die Strecke Münster-Dortmund wieder befahrbar sei.

Um künftig sturmsicherer zu werden, will die Bahn nun mehr Geld in die Ausweitung von Forstarbeiten entlang der Hauptstrecken stecken. Das Unternehmen werde rund 25 Millionen Euro pro Jahr mehr in die Hand nehmen, kündigte eine Sprecherin am Sonntag an. Die Aufstockung der Mittel von bisher 100 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro pro Jahr sei zunächst für fünf Jahre vorgesehen. Wie viel davon nach NRW gehen soll, ist derzeit laut einem Sprecher noch unklar.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte nach der Komplettsperrung unter anderem niedrigere Gewächse neben Bahnstrecken verlangt. Denn ein Hauptproblem ist, dass während eines heftigen Sturms Bäume nahe der Gleise umknicken und beim Umfallen Oberleitungen beschädigen oder auf den Schienen liegenbleiben.Der Sturm hat auch in den Wäldern gewütet: Spaziergänger sollten Wälder nach wie vor meiden und unbedingt Verbotsschilder beachten. „Wir raten den Bürgern, die Wälder nicht zu betreten“, sagte Stefan Befeld vom Landesbetrieb Wald und Holz. Es könnten sich nach wie vor Äste lösen. Es bestehe Lebensgefahr.

In den nächsten Tagen sei nicht mit besonders starkem Wind zu rechnen, sagte ein Experte vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag. Es werde in der Nacht zu Montag voraussichtlich Regen und am Montag im Süden Nordrhein-Westfalens vereinzelt Schnee fallen. Danach werde es aber voraussichtlich wieder mild.

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Orkantief Friederike in Münster

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  • Das Dach eines zur Bahn gehörenden Gebäude ist durch den Sturm schwer beschädigt worden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es stürzte teilweise auf die Gleisanlagen im Bereich der Überführungen über die Hafenstraße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Hafenstraße wurde gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Die Hafenstraße vom Hansaring aus.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Auch am Hafen gab es eine Sperrung. Der Mittelhafen wurde zwischen dem Hafenweg (Höhe Vapiano) und dem Flechtheimspeicher gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Das Dach des Fernwärmespeichers der Stadtwerke hob sich durch die Orkanböen.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • An der Wolbecker Straße stürzte eine Ampel um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der WLE-Bahnstrecke in Gremmendorf stürzte ein Baum auf die Gleise.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Weseler Straße war wegen eines umgekippten Baums zwischenzeitlich nicht befahrbar.

    Foto: Björn Meyer
  • Auf der A1 wurde zwischen Münster-Nord und Greven ein Lkw umgeweht.

    Foto: Katrin Jünemann
  • An vielen Straßen gab es kein Durchkommen.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Stürmischer Donnerstag in Münster: Tief „Friederike“ fegt mit Orkanböen durch die Stadt und richtet einige Schäden an.

    Foto: Oliver Werner
  • An der von-Steuben-Straße...

    Foto: Oliver Werner
  • ...haben sich Blechteile von einem Dach gelöst.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Straße wurde gesperrt.

    Foto: Oliver Werner
  • Von herunterstürzenden Ästen und Dachziegeln ging am Donnerstag Gefahr aus.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei empfahl, „am besten zu Hause zu bleiben“.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Feuerwehr sichert das Dach an der von-Steuben-Straße.

    Foto: Oliver Werner
  • Über 300 Einsätze vermeldete die Polizei bereits am Mittag.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr in NRW wurde wegen des Sturms eingestellt.

    Foto: Oliver Werner
  • Hunderte Reisende strandeten in Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Die meisten Gestrandeten bleiben gelassen.

    Foto: Oliver Werner
  • Zum Teil taten sich Reisende zusammen, um mit dem Taxi weit entfernte Ziele – etwa den Flughafen Düsseldorf – zu erreichen.

    Foto: Oliver Werner
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Sturm-Bilder aus Münster

    Foto: Oliver Werner
  • Waghalsige nutzten die enormen Windstärken...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...für eine Runde Windsurfen auf dem Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Ein- und Ausstieg erfolgte über die Treppe bei den 'Giant Pool Balls'.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Fliednerstraße kippte ein Container um.

    Foto: Oliver Werner
  • am Hauptbahnhof wurden Fahrräder umgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • "Friederike" zerrte auch an Baugerüsten. Hier wurde eine Plane zerfleddert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Feuerwehr beseitigt einen Baum, der auf die Weseler Straße gestürzt ist.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Baum fiel auf die Antoniuskirche.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Umgestürzter Baum an der Mecklenbecker Straße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dutzende Bäume stürzten in Münster um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An den Osmo-Hallen 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein großes Werbeplakat wurde davongeweht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Umgehungsstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Deckel einer Litfaßsäule wurde abgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch diese Zweiräder wurden umgeworfen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Uniklinik sperrte den Zugang zu einem Bettenturm.  Alle Mitarbeiter seien angewiesen worden, ihre Dienstgebäude nicht während des Sturms zu verlassen. Untersuchungen und Behandlungen, die es erforderlich machten, Patienten in andere Gebäude zu bringen, seien verschoben worden.

    Foto: Lukas Speckmann
  • Vor der Montessori-Schule an der Soester Straße stürzte ein Baum um.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Baum stürzte auf die Antoniuskirche.

    Foto: Oliver Werner
  • In der Delpstraße im Aaseeviertel stürzte ein Baum auf ein Haus.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr wurde in NRW am Morgen abgesagt.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Nachmittag war klar: Bis zum Betriebsschluss fuhr kein Zug mehr. Am späten Nachmittag waren die Bahnsteige am Hauptbahnhof leer.

    Foto: Oliver Werner
  • An die gestrandeten Fernreisenden hat die Bahn am Hauptbahnhof Taxen- und Hotelgutscheine verteilt.

    Foto: Oliver Werner

 

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