#GoTransparent-Petition
Weltweit sind knapp 68.000 Unterschriften zusammengekommen

Münster -

Die Eröffnung der Primark-Filiale in Münster nahm die Christliche Initiative Romero (CiR) gemeinsam mit einem Bündnis zum Anlass, über eine ökologischere und sozialere Art des Kleidungskonsums zu informieren.

Dienstag, 23.01.2018, 19:00 Uhr
Isabell Ullrich (l.) und Maike Grabowski
Isabell Ullrich (l.) und Maike Grabowski Foto: Matthias Ahlke

Das Bündnis sammelte weltweit 68.000 Unterschriften für eine Petition, die Primark auffordert, seine Lieferanten offenzulegen. Der Verein Vamos überreichte eine Unterschriftenliste an Primark-Bereichsleiter Christoph Uphaus und an Filialleiter Uwe Klesper.

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10 Dinge über Primark, die Sie wissen sollten

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  • Kult-Marke und Hass-Objekt: Kaum eine Nachricht wurde in letzter Zeit so emotional aufgenommen wie die Meldung, dass Primark eine Filiale in Münster eröffnen wird . Worum geht es in der Debatte? Zehn Dinge, die Sie über den irischen Textil-Discounter wissen sollten:

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  • Mit einer aggressiven Preispolitik ist Primark auf Wachstumskurs. Bei der Öffnung von neuen Filialen herrscht - wie hier in Madrid - oft so großer Andrang wie sonst nur beim ersten Verkaufstag des iPhones. Mittlerweile ist Primark in zehn europäischen Ländern und in den USA mit mehr als 300 Filialen vertreten. 

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  • 2,50 Euro für ein T-Shirt, 9 Euro für eine Hose: Primark begründet seine niedrigen Preise damit, dass sie keine Werbekampagnen starten und die Ware in großen Mengen bestellen. Dadurch entstünden die niedrigen Kosten für das einzelne Produkt. Außerdem Teil des Konzepts: kein Online-Shop, keine Kollektionen, kein Schlussverkauf.

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  • Das Geschäftsmodell ist auf jeden Fall erfolgreich. Von 2008 bis 2015 ist der Umsatz von Primark von 2,13 auf 5,35 Milliarden Pfund gestiegen. Der Gewinn sprang in dem Zeitraum von 186 Millionen auf 673 Millionen Pfund. Vor allem bei Jüngeren hat die Marke schon fast Kultstatus.

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  • Die Arbeitsbedingungen, unter denen die Primark-Kleidung produziert wird, werden oft kritisiert (wie hier bei der Eröffnung einer Filiale in Berlin). Zu den Löhnen, die in den Herstellungsländern gezahlt werden, schweigt Primark. Die Firma rechtfertigt sich mit der Argumentation, dass die Arbeitskräfte in den Fabriken  immer den gleichen Lohn erhielten, egal, ob sie für Primark oder für eine Luxusmarke produzierten.

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  • 2013 starben beim Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch 1100 Menschen. Dort wurde Kleidung für mehrere Markenunternehmen produziert - auch für Primark. Nach eigenen Angaben hat Primark danach umgerechnet 13 Millionen Euro an Entschädigungen gezahlt.

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  • Paul Lister, Ethikbeauftragter von Primark, gab zwei Jahre nach dem Rana-Plaza-Unglück an, nur 1500 von 4500 Textilfabriken in Bangladesch seien in einem „akzeptablen Zustand“. Trotzdem setzt Primark weiter auf Bangladesch, rund 14 Prozent der Ware wird dort nach Unternehmensangaben hergestellt. Bei der Auswahl der eigenen Fabriken lege Primark aber großen Wert auf die regelmäßige Kontrolle der Zustände. 
    Mehr über die Arbeitsbedingungen in Bangladesch

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  • Das Unternehmen kommt aus Irland, die erste Filiale wurde 1969 in Dublin eröffnet. Dort heißt die Kette nach wie vor „Penneys“. Mutterunternehmen ist der britische Lebensmittelkonzern Associated British Foods, zu dessen Produktpalette  unter anderem Ovomaltine und Isostar gehören.

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  • Zufriedene Kunden? Nicht wirklich. In einer Studie der Unternehmensberatung OC&C zur Kundenzufriedenheit von Modehändlern landete Primark 2015 auf Rang 22 von 26. Gewertet wurden Antworten zu Preis, Qualität, Auswahl, Einkaufserlebnis, Service und Kundenvertrauen. Ein Wert von 75 Indexpunkten und höher ist laut OC&C als sehr gutes Ergebnis zu werten, Werte unterhalb von 70 würden auf Schwächen hinweisen. Primarks Wert: 66,7.

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  • Dieses Bild wird man künftig vermutlich auch in Münster häufiger sehen: Primark verkauft seine Produkte in recycelten Papiertaschen und versucht so, sein Image zu verbessern.

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  • 2014 sorgten eingenähte Hilferufe in Primark-Kleidung für einen Aufschrei. Die vermeintlichen Botschaften ausgebeuteter Arbeiter erwiesen sich zwar schnell als Kampagne von Menschenrechtlern, das Image von Primark litt trotzdem. 

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  • Was halten die Münsteraner von Primark in Ihrer Stadt?

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