Zwei Großprojekte in der Bezirksvertretung Mitte
1000 neue Wohnungen

Münster -

Die Bezirksvertretung (BV) Mitte hat am Dienstagabend über zwei städtebauliche Großprojekte diskutiert. Im Zentrum Nord und im Stadthafen Nord sollen rund 1000 neue Wohnungen entstehen.

Mittwoch, 24.01.2018, 08:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2018, 08:42 Uhr
Mindestens 450 Wohnungen sollen im Stadthafen – zwischen Kreativkai und Schillerstraße – entstehen.
Mindestens 450 Wohnungen sollen im Stadthafen – zwischen Kreativkai und Schillerstraße – entstehen. Foto: Stadt Münster

Berichte über zwei städtebauliche Großprojekte standen am Dienstagabend in der BV Mitte auf der Tagesordnung: Im „Stadthafen Nord“ – zwischen Schillerstraße und Kreativkai – sollen in den kommenden Jahren mindestens 450 neue Wohnungen entstehen, im Zentrum Nord – unweit der Kanalstraße – sogar 514.

Unterschiedliche Konzepte

Doch so unterschiedlich wie die Lage sind auch die Konzepte. Im Zentrum Nord planen die Investoren Sparda-Bank, CM Immobilien und Sahle Wohnen ausschließlich Mietwohnungen, wobei es sich bei 60 Prozent der Flächen um geförderten oder förderfähigen Wohnraum handeln soll. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans soll noch im ersten Quartal erfolgen.

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Anders die Situation im Stadthafen Nord. Einer der Investoren – Andreas Deilmann, wie BV-Mitglieder berichteten – habe der Politik bereits mitgeteilt, dass er neben einem Hotel vor allem möblierte Studentenwohnungen und Apartments plant. „Das hätten wir nicht so gerne“, wandte Grünen-Fraktionschefin Silke Rommel ein. „Wir wollen auch Wohnraum für Normalos – wie im Zentrum Nord.“

Keine Abstimmung

Vertreter verschiedener Fraktionen stellten klar, dass sie bei den weiteren Planungen gerne mehr öffentlich geförderten oder förderfähigen Wohnraum herausholen würden. „Nur möbliertes Wohnen ist für uns nicht tragbar“, so auch SPD-Fraktionschefin Marita Otte. Eine Abstimmung über die Projekte erfolgte in der BV nicht.

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