Orkan „Friederike“
Sturm sorgt für Debatte im Schulausschuss

Münster -

Orkan „Friederike“ vom vergangenen Donnerstag ist längst abgeflaut, aber in den Schulen und unter den Eltern entfacht er stellenweise immer noch einen Sturm der Entrüstung.

Mittwoch, 24.01.2018, 11:00 Uhr
Auf die Martin-Luther-Grundschule im Kreuzviertel ist am Donnerstag eine 25 Meter hohe Kastanie gestürzt.
Auf die Martin-Luther-Grundschule im Kreuzviertel ist am Donnerstag eine 25 Meter hohe Kastanie gestürzt. Foto: Matthias Ahlke

Gregor Roloff, sachkundiger Bürger im Schulausschuss und Lehrer am Pascal-Gymnasium, brachte am Ende der Ausschuss-Sitzung am Dienstagabend noch einmal den Unmut über die Vorgehensweise von Schulamt und Bezirksregierung zum Ausdruck.

Seine Kritik: „Der Sturm war absolut vorhersehbar.“ Die Behörden hätten spätestens am Vorabend allgemein schulfrei erteilen müssen, so Roloff. Er berichtete von verärgerten Eltern, die kaum, als sie ihre Kinder zur Schule gebracht hatten, sie schon wieder hätten abholen müssen. Er vermisste eine einheitliche Regelung am Sturmtag: „Manche Schulen hatten nach der zweiten Stunde frei, andere später, andere gar nicht.“

 

Der Tag nach Sturm „Friederike“ in Münster

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  • Am Tag nach Sturmtief „Friederike“ werden in Münster viele Schäden beseitigt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Glück im Unglück hatte die Martin-Luther-Schule im Kreuzviertel.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine Kastanie vor der Schule ist auf das Schulgebäude gestürzt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der 25 Meter hohe Baum kippte auf das Schulgebäude, durchschlug ein Fenster und beschädigte das Dach.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Schulleiterin Marion Schmitz-Matschke sprach von einer „glücklichen Fügung, dass niemand verletzt wurde.“

    Foto: Matthias Ahlke
  • „Alle Kinder waren zu dieser Zeit im offenen Ganztag im Parterre“, berichtet die Schulleiterin.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Hauptbahnhof kümmerten sich Arbeiter am Freitag um das heruntergerissene Dach eines Bahngebäudes.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Bahn setzte einen Arbeitszug ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Wegen der Aufräumarbeiten...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...wurde die Hafenstraße im Bereich der Bahnunterführung gesperrt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Sperrung führte den ganzen Tag...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...zu erheblichen Behinderungen im Verkehr.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Bremer Straße wurde zum Nadelöhr, es entstanden lange Staus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Hauptbahnhof fielen am Freitag...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...noch viele Züge aus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Hauptbahnhof mussten sich viele Reisende nach Alternativen umsehen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch der Pendelverkehr ins Münsterland war am Morgen stark eingeschränkt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch der Busverkehr war am Freitag noch eingeschränkt. Am Morgen kam es zu erheblichen Verspätungen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Für die Strecke nach Rheine wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der Von-Steuben-Straße warteten Dutzende auf die Ersatzbusse.

    Foto: Matthias Ahlke

 

Wir würden in Zukunft wieder so entscheiden.

Schuldezernent Thomas Paal

Schuldezernent Thomas Paal verteidigte die Vorgehensweise der Stadt: „Wir würden in Zukunft wieder so entscheiden“, so Paal. Zum einen hätten Feuerwehr und Wetterdienste am Vorabend nicht die höchste Unwetter-Warnstufe verkündet, zum anderen sei der Sturm nicht für den frühen Morgen, wenn die Kinder auf dem Schulweg seien, sondern den späteren Vormittag angekündigt gewesen.

„Nachher ist man immer schlauer“, sagte Schulamtsleiter Klaus Ehling, verteidigte aber ebenfalls die Entscheidung der Verwaltung. „Die meisten Kommunen haben genauso wie wir entscheiden.“ Die am Sturmtag an die Schulen ausgesprochene Empfehlung, die Betreuung der Kinder im Gebäude sicherzustellen, sei richtig gewesen.

Orkan „Friederike“

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Orkantief „Friederike“ in Münster: Haarscharf an der Katastrophe vorbei

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Orkantief Friederike in Münster

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  • Das Dach eines zur Bahn gehörenden Gebäude ist durch den Sturm schwer beschädigt worden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es stürzte teilweise auf die Gleisanlagen im Bereich der Überführungen über die Hafenstraße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Hafenstraße wurde gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Die Hafenstraße vom Hansaring aus.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Auch am Hafen gab es eine Sperrung. Der Mittelhafen wurde zwischen dem Hafenweg (Höhe Vapiano) und dem Flechtheimspeicher gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Das Dach des Fernwärmespeichers der Stadtwerke hob sich durch die Orkanböen.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • An der Wolbecker Straße stürzte eine Ampel um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der WLE-Bahnstrecke in Gremmendorf stürzte ein Baum auf die Gleise.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Weseler Straße war wegen eines umgekippten Baums zwischenzeitlich nicht befahrbar.

    Foto: Björn Meyer
  • Auf der A1 wurde zwischen Münster-Nord und Greven ein Lkw umgeweht.

    Foto: Katrin Jünemann
  • An vielen Straßen gab es kein Durchkommen.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Stürmischer Donnerstag in Münster: Tief „Friederike“ fegt mit Orkanböen durch die Stadt und richtet einige Schäden an.

    Foto: Oliver Werner
  • An der von-Steuben-Straße...

    Foto: Oliver Werner
  • ...haben sich Blechteile von einem Dach gelöst.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Straße wurde gesperrt.

    Foto: Oliver Werner
  • Von herunterstürzenden Ästen und Dachziegeln ging am Donnerstag Gefahr aus.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei empfahl, „am besten zu Hause zu bleiben“.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Feuerwehr sichert das Dach an der von-Steuben-Straße.

    Foto: Oliver Werner
  • Über 300 Einsätze vermeldete die Polizei bereits am Mittag.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr in NRW wurde wegen des Sturms eingestellt.

    Foto: Oliver Werner
  • Hunderte Reisende strandeten in Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Die meisten Gestrandeten bleiben gelassen.

    Foto: Oliver Werner
  • Zum Teil taten sich Reisende zusammen, um mit dem Taxi weit entfernte Ziele – etwa den Flughafen Düsseldorf – zu erreichen.

    Foto: Oliver Werner
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Sturm-Bilder aus Münster

    Foto: Oliver Werner
  • Waghalsige nutzten die enormen Windstärken...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...für eine Runde Windsurfen auf dem Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Ein- und Ausstieg erfolgte über die Treppe bei den 'Giant Pool Balls'.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Fliednerstraße kippte ein Container um.

    Foto: Oliver Werner
  • am Hauptbahnhof wurden Fahrräder umgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • "Friederike" zerrte auch an Baugerüsten. Hier wurde eine Plane zerfleddert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Feuerwehr beseitigt einen Baum, der auf die Weseler Straße gestürzt ist.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Baum fiel auf die Antoniuskirche.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Umgestürzter Baum an der Mecklenbecker Straße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dutzende Bäume stürzten in Münster um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An den Osmo-Hallen 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein großes Werbeplakat wurde davongeweht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Umgehungsstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Deckel einer Litfaßsäule wurde abgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch diese Zweiräder wurden umgeworfen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Uniklinik sperrte den Zugang zu einem Bettenturm.  Alle Mitarbeiter seien angewiesen worden, ihre Dienstgebäude nicht während des Sturms zu verlassen. Untersuchungen und Behandlungen, die es erforderlich machten, Patienten in andere Gebäude zu bringen, seien verschoben worden.

    Foto: Lukas Speckmann
  • Vor der Montessori-Schule an der Soester Straße stürzte ein Baum um.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Baum stürzte auf die Antoniuskirche.

    Foto: Oliver Werner
  • In der Delpstraße im Aaseeviertel stürzte ein Baum auf ein Haus.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr wurde in NRW am Morgen abgesagt.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Nachmittag war klar: Bis zum Betriebsschluss fuhr kein Zug mehr. Am späten Nachmittag waren die Bahnsteige am Hauptbahnhof leer.

    Foto: Oliver Werner
  • An die gestrandeten Fernreisenden hat die Bahn am Hauptbahnhof Taxen- und Hotelgutscheine verteilt.

    Foto: Oliver Werner

 

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