„Big Band Battle“ der Universität im H 1: Formation I siegte
Spannender und swingender Musikwettstreit

Münster -

Lauter, virtuoser, swingender, frecher, gefühlvoller – wer wird gewinnen? Big Bands liebten schon zur goldenen Zeit des Swing den musikalischen Wettstreit vor Publikum. Die beiden Big Bands der Westfälischen Wilhelms-Universität setzen diese Tradition seit gut zehn Jahren erfolgreich in Münster fort.

Sonntag, 28.01.2018, 16:00 Uhr
Siegreich beim traditionellen Wettstreit der Big Bands der Universität Münster: Die Big Band I unter der Leitung von Ansgar Elsner.
Siegreich beim traditionellen Wettstreit der Big Bands der Universität Münster: Die Big Band I unter der Leitung von Ansgar Elsner. Foto: Eickhoff

Am Freitag platzte der H 1, der große Hörsaal am Schlossplatz, aus allen Nähten, als Big Band I und II der WWU wieder zum „Battle of the Big Bands“ („Kampf der Big Bands“) baten. Überwiegend junge Gesichter an den Instrumenten, im Publikum Freunde des Swing, die bei einigen Nummern kaum ruhig auf den Stühlen sitzen konnten, strahlende Eltern und Freunde der meist jungen Musiker. Ansgar Elsners WWU Big Band I begann. Big Bands sind traditionell Männerdomänen, und so ist in der Big Band I nur eine einzige junge Dame beim Wettkampf dabei. Die WWU Big Band II unter Richard Bracht hingegen hat die große Phalanx an Saxophonen überwiegend mit jungen Damen besetzt, auch im Blech waren überraschend viele Damen vertreten. Nur die Rhythmus-Sektion blieb auch hier eindeutig in männlicher Hand.

Während Big Band I viele gestandene Profis in den Reihen hatte, Elsner im schwarzen Anzug dirigierte und vor allem Standards der großen Big-Band-Zeit auf den Pulten lagen, stand Bracht betont entspannt im karierten Hemd vor dem Ensemble. Nat King Coles „L-O-V-E“ (im gekürzten Bert-Kaempfert-Arrangement) kam streckenweise überzeugend und locker daher. „Skyfall“, der Titelsong eines neueren Bond-Thrillers und längst im Repertoire der Big Bands und auch Blasorchester gelandet, war ebenfalls dabei. Die junge Sängerin kam sicher durch ihre Partien.

Big Band I war jedoch mit anderem Repertoire an den Start gegangen: Astor Piazzollas „Michelangelo“ war neu arrangiert dabei und bestach mit eingängiger Melodik, sauber geblasen. Viele Count-Basie-Hits, etwas Musik von Don Menza – die Big Band I setzte auf das Traditionelle. Gut intoniert, swingend, druckvoll und garniert mit glasklaren hohen Tönen war sie spieltechnisch einwandfrei der Sieger des Wettstreits, doch erhielt Big Band II mit jugendlicher Frische mindestens ebenso viel Beifall.

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Die WWU Big Band I ist am 7. Februar im Hot Jazz Club zu Gast, der Eintritt ist frei.

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