Energiewende in Münster
Schon 2800 Anlagen für erneuerbare Energien

Münster -

In Münster gewinnt die Energiewende an Fahrt, berichten die Stadtwerke. Mittlerweile gibt es bereits fast 2800 Anlagen für erneuerbare Energien in der Stadt.

Sonntag, 28.01.2018, 17:31 Uhr
Fast 2800 Anlagen speisen mittlerweile Energie in das münsterische Stromnetz.
Fast 2800 Anlagen speisen mittlerweile Energie in das münsterische Stromnetz. Foto: Stadtwerke

Die Energiewende in Münster nahm im vergangenen Jahr weiter Fahrt auf, wie die Netzleistungsbilanz des lokalen Netzbetreibers Münsternetz zeigt. Das Tochterunternehmen der Stadtwerke Münster errichtet und betreibt als zuständiger Netzbetreiber die örtlichen Versorgungsnetze für Strom, Erdgas, Fernwärme sowie das Wassernetz, heißt es in einer Pressemitteilung.

2017 erreichte die vor Ort installierte Erzeugungsleistung einen neuen Höchststand: Fast 2800 Anlagen für erneuerbare Energien speisten Energie in das münsterische Stromnetz ein. Die installierte Erzeugungsleistung ist die maximale Erzeugungskapazität der Anlagen. Welche Menge an Kilowattstunden die Anlagen tatsächlich produzieren, ist gerade bei erneuerbaren Energien abhängig von Sonne und Wind.

Den größten Anteil regenerativer Energieanlagen stellen Photovoltaik- und Windenergieanlagen, gefolgt von Blockheizkraftwerken (BHKW). Mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt zusätzlich die GuD-Anlage der Stadtwerke Münster, das Hafenkraftwerk, gleichzeitig klimafreundlichen Strom und Wärme. Insgesamt kommt die Stadt damit auf eine Erzeugungskapazität von mehr als 210 Megawatt. Das ist rechnerisch mehr Leistung als in Münster maximal benötigt wird, die so genannte Verbrauchsspitze, so die Stadtwerke in ihrer Mitteilung weiter.

2017 wurden knapp 40 Prozent des in Münster verbrauchten Stroms von hiesigen Quellen ins Netz der Münsternetz eingespeist. Größter lokaler Stromproduzent sind die Stadtwerke Münster, die 88 Prozent des münsterischen Stroms erzeugten. Jedoch engagieren sich auch immer mehr Unternehmen und Privatleute für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort – sei es mit einer Solaranlage auf dem Dach, als Mitglied einer Energiegenossenschaft oder mit dem Wechsel zu zertifiziertem Ökostrom, berichten die Stadtwerke weiter.

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