Besserer Brandschutz für Katholikentag
Große Defizite an Schulen

Münster -

Münsters Schulen weisen unterschiedliche Standards beim Brandschutz auf. Die Defizite sind im Vorfeld des Katholikentages aufgefallen, weil im Mai 9000 Besucher in Schulen übernachten sollen. In einigen Bildungseinrichtungen fehlen allerdings Rettungspläne und ausgeschilderte Rettungswege.

Samstag, 03.02.2018, 10:00 Uhr
Für den Katholikentag müssen einige Schulräume in Münster mit Rauchmeldern ausgerüstet werden.
Für den Katholikentag müssen einige Schulräume in Münster mit Rauchmeldern ausgerüstet werden. Foto: dpa

9000 Menschen sollen während des Katholikentages vom 9. bis 13. Mai, zu dem Zehntausende Besucher erwartet werden, in münsterischen Schulen übernachten. Nach einer Vorbewertung durch Vertreter der Stadt und des Katholikentages fanden sogenannte Begehungen in 30 Schulen statt. Und dabei wurde nach Informationen unserer Zeitung deutlich, dass die notwendigen Voraussetzungen in Sachen vorbeugender Brandschutz in einem Großteil der Bildungseinrichtungen nicht erfüllt sind.

Die Feuerwehr, die ihre Bedenken deutlich formuliert haben soll, äußerte sich bis zum Abend dazu nicht. Das für die Schulen zuständige Dezernat von Stadtdirektor Thomas Paal ließ am Freitagmittag mitteilen, dass zu Wochenbeginn eine Besprechung mit dem Amt für Immobilienmanagement wegen des Katholikentages anberaumt sei. Dann gebe es einen aktuellen Sachstand.

Fehlende Rettungspläne und Ausschilderung

Interessant ist vor allem der Aspekt, dass es an einigen Schulen wohl keine Rettungspläne gibt und eine Ausschilderung der Rettungswege fehlt. Beides ist zwingend notwendig, um in den Gebäuden Katholikentagsbesucher übernachten zu lassen – aber auch für den täglichen Schulbetrieb.

Um so überraschender scheint, dass die Defizite erst bei der Begehung im Kontext mit dem Katholikentag erkannt wurden. Offensichtlich sind die Versäumnisse beim vorbeugenden Brandschutz über viele Jahre nicht aufgefallen, sagt ein Insider.

Auftakt der "Bett-frei"-Kampagne vor dem Katholikentag 2018

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  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, enthüllen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo der Privatquartierkampagne "Bett frei".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auftakt der Privatquartierkampagne "Bett frei" am 18. Januar 2018 vor dem Katholikentag in Münster. Thomas Arzner, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags und Uwe Röcher (Bereichsleiter Teilnehmerservice).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, beim Auftakt der Privatquartierkampagne "Bett frei" am 18. Januar 2018 im Regierungspräsidium.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auftakt der Privatquartierkampagne "Bett frei" am 18. Januar 2018 vor dem Katholikentag in Münster. Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Uwe Röcher (Bereichsleiter Teilnehmerservice) und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, zeigen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, enthüllen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo der Privatquartierkampagne "Bett frei".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thomas Arzner, Pressesprecher

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, enthüllen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo der Privatquartierkampagne "Bett frei".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, enthüllen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo der Privatquartierkampagne "Bett frei".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, enthüllen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo der Privatquartierkampagne "Bett frei".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Uwe Röcher (Bereichsleiter Teilnehmerservice) beim Auftakt der Privatquartierkampagne "Bett frei" am 18. Januar 2018 im Regierungspräsidium.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auftakt der Privatquartierkampagne "Bett frei" am 18. Januar 2018 vor dem Katholikentag in Münster. Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Uwe Röcher (Bereichsleiter Teilnehmerservice) und Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags, zeigen bei einer Pressekonferenz im Regierungspräsidium das Logo.

    Foto: Gunnar A. Pier

Generell seien die Standards an Münsters Schulen in dieser Frage sehr unterschiedlich. Katastrophal sei der Zustand am Pascal-Gymnasium, heißt es hinter vorgehaltener Hand.

Mit den Organisatoren des Katholikentages gilt es nun die Frage zu klären, wer die Versäumnisse und die erforderliche Nachrüstung bezahlt. Denn auf die Übernachtungen in den Schulen kann angesichts des hohen Besucheraufkommens nicht verzichtet werden.

Finanzierung der Kosten

Eine Einigkeit scheint es zumindest bei den fehlenden Rauchmeldern in den Schulräumen zu geben. Der Katholikentag wird offensichtlich die Kosten dafür tragen. An vielen Schulen fehlen Rauchmelder, die nur bei Übernachtungen in Schlaf- und Unterkunftsbereichen vorgeschrieben sind, bestätigt der Pressesprecher des Katholikentages, Thomas Arnzer.

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Die genaue Größenordnung hängt von der Anzahl der genutzten Klassenzimmer ab. Diese seien bisher nicht zu Übernachtungen genutzt worden, „weshalb wir als Katholikentag teilweise Maßnahmen treffen müssen, damit diese als Schlafquartiere nutzbar sind“, so Arnzer weiter. „Bei diesen Maßnahmen sind wir uns einig mit der Stadt Münster und erbringen diese für die Sicherheit unserer Teilnehmer gerne.“

Die Höhe der Investitionen sei noch nicht abschätzbar, liege aber bei mehreren Tausend Euro.

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