Karnevalssession
Bischof Genn empfängt Prinz Christian – und erzählt traditionell einen Witz

Münster -

Exzellenz trifft Tollität: Bischof Genn empfing Karnevalsprinz Christian am Samstag im bischöflichen Palais. Traditionell erzählt der Bischof während des Empfangs einen Witz...

Samstag, 03.02.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 03.02.2018, 15:33 Uhr
Karnevalssession: Bischof Genn empfängt Prinz Christian – und erzählt traditionell einen Witz
Münster Bischof Dr. Felix Genn (l.), der als Ehrenmitglied die Mütze der Prinzengarde trägt, heißt Stadtprinz Christian (Lange) herzlich im Bischöflichen Palais willkommen. Foto: Ralf Repöhler

Einen Witz, bitte! Es gehört zur gepflegten Tradition des münsterischen Karnevals, dass der Bischof den amtierenden Prinzen und das Stadtjugendprinzenpaar zum Empfang ins Bischöfliche Palais einlädt. Bei dieser Gelegenheit erzählt Dr. Felix Genn dann stets einen Witz.

Diesmal von einem Mann, der nachts um 2 Uhr von der Polizei angehalten wird und sagt, er sei auf dem Weg zu einem Vortrag. Nachts um 2?! Worüber denn? „Über die Folgen von Nikotin und Alkohol. Gehalten von der eigenen Ehefrau“. Ob sich selbstverständlich nur ganz wenige aus der laut lachenden Prinzengarde von dieser angedeuteten Gardinenpredigt des Bischofs ein bisschen ertappt fühlten?

Verbundenheit zwischen Kirche und Karneval

Mit großem Tamtam zogen Münsters Karnevalslisten am Samstagmorgen über den Wochenmarkt zum Bischofshaus. Übrigens zum 35. Mal, nachdem der frühere Planungsmarschall „Moses“ Janotta diese schöne Tradition im Jahr 1983 mit dem damaligen Prinz Hermann Micklinghoff begründet hatte. Die Prinzengarde sei darüber froh und glücklich, auch ein bisschen stolz, betonte Generalprinzmarschall Bernard Homann. „Exzellenz trifft Tollität, Kirche und Karneval – K&K – gehören zusammen. Helau und Alleluja sind zwei Seiten einer Medaille“, sagte er.

Prinz Christian (Lange) unterstrich die große Verbundenheit zwischen Kirche und Karneval. Beide könnten vielen Menschen wieder Halt geben. Der Prinz lud den Bischof dazu ein, die Prinzengarde einmal auf ihren Rundfahrten zu begleiten, was Genn indes trotz seiner Ehrenmitgliedschaft dankend ablehnen musste. „Mein Terminkalender hat kaum noch Lücken.“ Den kollektiven Enttäuschungsruf („Ohhh“) nahm der Bischof „als Zeichen, dass Sie meinen Stress bedauern“.

Sessionsorden und Schampus

Das Stadtjugendprinzenpaar Leonie (Boer) und Pascal (Heitstummann) sah sich „ein wenig als Botschafter für den Katholikentag“ im Mai. Ist doch das Motto der Tollitäten „Suche Friede, finde Freunde“ an das Motto der Großveranstaltung in Münster angelehnt.

Der Bischof schob gerne einen „Werbeblock“ für den Katholikentag ein. Die Aktion „Bett frei“ für die private Quartiersuche der Katholikentagsbesucher sei „erstaunlich gut gelaufen“. Genn bedankte sich bei den Münsteranern für die große Resonanz.

Neben den aktuellen Sessionsorden überreichten die Karnevalisten dem Bischof zwei große Flaschen Wein und Schampus. Auch wenn Genn betonte, noch nie ein Gläschen allein getrunken zu haben, begleitete seinen Blick auf das prinzliche Etikett doch die erfreute Einschätzung: „Ah, ja, kann man trinken.“

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