100 Meter an der Engelenschanze
Rosenmontag: Stadt richtet familienfreundliche Zone ein

Münster -

Karneval ist, wenn man sich auch mal danebenbenimmt. Das finden Familien mit Kindern aber nicht so schön. Für sie richtet jetzt das Jugendamt eine rauch- und alkoholfreie Zone ein.

Dienstag, 06.02.2018, 14:34 Uhr aktualisiert: 06.02.2018, 19:02 Uhr
Sie nehmen Maß für die neue familienfreundliche Zone beim Rosenmontagszug: Anna Pohl (r.), Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, Brigitte Klute von „Voll ist out“ und Zugkommandant Lothar Hitziger vom Bürgerausschuss BMK. .
Sie nehmen Maß für die neue familienfreundliche Zone beim Rosenmontagszug: Anna Pohl (r.), Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, Brigitte Klute von „Voll ist out“ und Zugkommandant Lothar Hitziger vom Bürgerausschuss BMK. . Foto: Stadt Münster

Erstmals gibt es beim Rosenmontagszug eine familienfreundliche Zone an der Engelenschanze.   Mit Bannern und Luftballons wird der Straßenabschnitt entlang der Zugstrecke gut erkennbar gekennzeichnet. Karneval soll nämlich gerade am Rosenmontag unbekümmert gefeiert werden, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Betrunkene, die mit glimmenden Zigaretten hantieren und sich im Hintergrund erleichtern – auch das gehöre leider nicht selten zum Karneval.

Damit vor allem Eltern mit kleinen Kindern den Rosenmontagszug unbeschwert genießen können, richtet das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien unter dem Kampagnendach von „Voll ist out“ und mit Unterstützung des „Bürgerausschusses Münsterscher Karneval“ (BMK) erstmals eine rund 100 Meter lange familienfreundliche Zone zwischen der Bushaltestelle Engelenschanze und dem Abzweig Engelenschanze / Schor­lemerstraße ein: Diese Zone ist rauchfrei, E-Zigaretten-frei und alkoholfrei. In der Nähe befinden sich auch zwei mobile Toiletten.  

„Wir möchten mit der Aktion ein Signal setzen“, sagt Jugendamtsleiterin Anna Pohl. Eltern sollten rundum sorglos mit ihren Kindern den Karnevalsumzug genießen können. „Eltern sollen sich nicht sorgen müssen, ob der Glimmstängel des Nebenstehenden zu nah an den Kinderschopf gerät oder die Kinder über Scherben stolpern“, ergänzt Brigitte Klute, die Initiatorin der familienfreundlichen Zone. Sie betont, dass der familienfreundliche Bereich auch allen anderen Gästen offen steht, die den Karneval lieber „pur“ feiern.

Wie in den Vorjahren sind die Teams der städtischen Präventionskampagne am Rosenmontag auch an anderen Stellen in der Stadt präsent. Das „Voll ist out“-Zelt steht im Rathausinnenhof wie gewohnt neben dem DRK-Zelt: In bewährter Kooperation kümmern sich Rotes Kreuz und „Voll ist out“-Helfer um alkoholische Notfälle und besorgte Angehörige.

Die mobilen „Voll ist out“-Teams mischen sich unter die feiernden Karnevalisten und sensibilisieren für maßvollen Alkoholkonsum.

Zum Thema

Wer Werbung für die familienfreundliche Zone machen möchte, kann sich über den Fachdienst Suchtprävention der städtischen Drogenhilfe die bunten Plakate und Handzettel besorgen. Ansprechpartnerin ist Brigitte Klute: 02 51/ 4 92-51 84, E-Mail KluteB@stadt-muenster.de. 

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