Unterschiedliche Regeln im Stadtgebiet
Werbetafeln stehen direkt im Weg

Münster -

Eng wird es an manchen Orten in der City durch Werbung auf den Wegen. Etwa an der Windthorststraße und am Berliner Platz. Passantenstopper sind dort zu finden – Klappschilder, die für Geschäfte werben.

Donnerstag, 08.02.2018, 12:00 Uhr
Werbung in der Innenstadt: In diesem Fall bekam der Werbende, so sagt er, den Platz von der Stadt zugewiesen.
Werbung in der Innenstadt: In diesem Fall bekam der Werbende, so sagt er, den Platz von der Stadt zugewiesen. Foto: klm

An der Warendorfer Straße war ein Kiosk-Inhaber vom Ordnungsamt angemahnt worden, mehrere Holz-Werbetafeln zu entfernen, weil nur eines solcher Schilder im öffentlichen Raum erlaubt sei. Und auch nur mit Ausnahmegenehmigung und gegen Monatsgebühr. Sonst würde Bußgeld fällig. Der Kioskbetreiber verzichtete auf die Werbung (wir berichteten).

In der Stadt stehen reihenweise Passantenstopper von Geschäften. Nur „direkt an der Hauwand“ oder an der „Grundstücksgrenze“ dürfen solche Werbeschilder platziert werden, sagt Martin Schulze-Werner, Leiter des Ordnungsamt. Außerhalb des Promenadenrings. Innerhalb gar nicht. Und: Mindestens sei eine Gehwegfläche von zwei bis 3,50 Metern freizuhalten. In Einzelfällen gehe das Aufstellen auch „zwischen Baumscheiben entlang eines Radweges“.

Nun kommt es an manchen Stellen zu Einschränkungen, die mit den Regeln eigentlich vermieden werden sollten. Etwa, dass Fahrradständer zugestellt sind oder ein Fußgänger direkt auf ein Klappschild aufläuft, wenn er um die Ecke biegt.

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Schulze-Werner erklärt, warum die Situation anders ausfällt als etwa an der Warendorfer Straße oder der Hammer Straße: „Die Windthorststraße ist eine Fußgängerzone. Es gibt keinen Autoverkehr. Deshalb sei der Bereich „aufgelockerter“ – und „ein urbaner Charakter“ in dem City-Bereich sei durchaus gewünscht. Die Abstandsflächen würden daher „nicht so kritisch“ gesehen. Kontrolliert würde aber durchaus.

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