Fr., 16.02.2018

„Wochen gegen Rassismus“ Gewerkschaft der Polizei in Münster wehrt sich gegen Rassismus-Vorwurf

Die Gewerkschaft der Polizei wehrt sich gegen eine „Verunglimpfung der rechtsstaatlich handelnden Polizisten der Polizei Münster“.

Die Gewerkschaft der Polizei wehrt sich gegen eine „Verunglimpfung der rechtsstaatlich handelnden Polizisten der Polizei Münster“. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert eine in Münster geplante Veranstaltung mit dem Titel „Alltäglicher Ausnahmezustand: rassistische Polizeikontrollen vs. Menschenrechte“. Dass Polizeikontrollen rassistische Kriterien zu Grunde liegen, sei ein „Vorwurf, der vollkommen haltlos ist“.

„Eine Veranstaltung unter dieser provokanten und inhaltlich völlig haltlosen Überschrift ist eine Verunglimpfung der rechtsstaatlich handelnden Polizisten der Polizei Münster“, so Alexander Koch, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Münster.

Höchstmaß an Sensibilisierung in der Ausbildung

„Kollegen, die in Münster ihren Dienst versehen, genießen in ihrer Ausbildung, wie alle Polizistinnen und Polizisten landes- und bundesweit, ein Höchstmaß an Sensibilisierung für das Thema Rassismus“, so Koch.

Die Veranstaltung findet am 23. März im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ des „AK Zu Recht“ und des „Bündnis gegen Abschiebungen“ statt.

Ankündigung der Veranstaltung diffamierend

Die GdP unterstütze und begrüße alle Aktivitäten der Stadt Münster, die dazu geeignet seien, rassistische Tendenzen der Gesellschaft aufzudecken. Gleichzeitig befürworte sie alle Maßnahmen, die eine Integration von Migranten in unsere Gesellschaft fördern. „Die inhaltliche Beschreibung dieser Veranstaltung im Veranstaltungskalender der Stadt Münster wirft jedoch der Polizei vor, dass sie ihre Kontrollen oft nicht sachlich begründet, sondern rassistische Kriterien zu Grunde legt. Dies ist ein Vorwurf, der vollkommen haltlos ist“, erläutert Arnd Breitkopf, Geschäftsführer der GdP Münster.

Distanzierung der Stadt gefordert

„Unbegründete Pauschalisierungen dieser Art diffamieren die Polizei. Die GdP fordert eine deutliche und unmissverständliche Distanzierung der Stadt Münster von derartigen Aussagen.“

Die Polizei in Münster handele selbstverständlich rechtsstaatlich, und ihr Verhältnis zu den Bürgern der Stadt Münster sei geprägt von Vertrauen und gegenseitigem Respekt. „Dieses Miteinander darf nicht durch unbegründete Verunglimpfung und Verunsicherung zerstört werden.“



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