Tuğsal Moğul zeigt im Pumpenhaus „Der kleine Spatz vom Bosporus“
In der Türkei singen alle Aksus Lieder

Münster -

Nicht nur in Frankreich wird ein singender Spatz verehrt. Die Mireille Mathieu der Türkei heißt Sezen Aksu und ist eine mindestens ebenbürtig glänzende Diva.

Montag, 19.02.2018, 20:00 Uhr
Christiane Hagedorn spielt Sezen Aksu – den „kleinen Spatz vom Bosporus“.
Christiane Hagedorn spielt Sezen Aksu – den „kleinen Spatz vom Bosporus“. Foto: Franziska von Schmeling

Nicht nur in Frankreich wird ein singender Spatz verehrt. Die Mireille Mathieu der Türkei heißt Sezen Aksu und ist eine mindestens ebenbürtig glänzende Diva. Begleitet von ihrer Musik erzählt der münsterische Theatermacher Tuğsal Moğul in „Der kleine Spatz vom Bosporus“ die Geschichte einer Wurzelsuche (23. bis 25. Februar). Und folgt dabei Aksus Motto: „Jeder sollte singen. Singen ist gut für die Gesundheit!“

Sezen Aksu stammt aus der Provinzstadt Sarayköy und ist in der Ägäis-Metropole Izmir aufgewachsen. Heute lebt die mit Abstand erfolgreichste Popsängerin der Türkei in Istanbul. Aksu ist seit über 30 Jahren im Geschäft und mittlerweile auch schon über 60 Jahre alt, trägt aber immer noch den Beinamen „Minik serce“ – „winziger Spatz“. Das Besondere: ihre Musik besitzt eine verbindende Kraft, die in ihrer Heimat noch die tiefsten gesellschaftlichen Gräben zu überbrücken vermag. Der bekannte türkische Kolumnist Ismet Berkan schrieb mal über die Diva: „Wenn sie die Bühne betritt, passiert immer wieder das Gleiche: Türken, Kurden, Rechte, Linke, Frauen mit Kopftuch und Frauen ohne – sie alle singen lautstark Aksus Lieder“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Jetzt hat sich der münsterische Arzt und Theatermacher Tuğsal Moğul („Halbstarke Halbgötter“ „Die deutsche Ayşe“ oder „Auch Deutsche unter den Opfern“) von ihrer Musik zu dem Stück „Der kleine Spatz vom Bosporus“ inspirieren lassen. Mit Schauspielerin Christiane Hagedorn in der Hauptrolle und begleitet von der Band „Anahtar-Bahnhof“ (Ahmet Bektaş, Ömer Bektaş, Jens Pollheide, Martin Scholz) erzählt der Regisseur die Geschichte einer Frau, die zwischen den Kulturen lebt und sich auf die Suche nach ihren Wurzeln begibt. Aufgewachsen ist sie in Ost-Berlin – mit einem türkischen Vater, der zur Sehnsuchtsfigur wird und eine Reise quer durch Europa und durch die deutsch-türkische Geschichte anstößt. Getragen von den Liedern des „winzigen Spatzes“.

Zum Thema

Vorstellungen sind von Freitag bis Sonntag (23. bis 25. Februar) um 20 Uhr im Pumpenhaus, Gartenstraße 123. Karten: ' 233443. Für die ausverkaufte Premiere gibt es höchstens noch Rücklaufkarten.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5537073?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker