Hülsmann und Capiello gewinnen Vorlesewettbewerb
22 Sechstklässler „sehr, sehr gut vorbereitet“

Münster -

Die besten Vorleserinnen Münsters heißen Ella Hülsmann und Leonarda Capiello. Beim Vorlesewettbewerb 2017/ 2018 kürte am Dienstag eine Jury die Sieger unter den Sechstklässlern Münsters. Alle Schulformen waren vertreten: Gymnasien, Gesamtschulen, Real- und Hauptschulen, auch die Förderschule Sprache der Martin-Luther-King-Schule.

Mittwoch, 21.02.2018, 18:40 Uhr
Unter den guten Vorlesern wurden Ella Hülsmann (l.) und Leonarda Capiello (r.) als die besten auserkoren.
Unter den guten Vorlesern wurden Ella Hülsmann (l.) und Leonarda Capiello (r.) als die besten auserkoren. Foto: Andreas Hasenkamp

Hülsmann besucht das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium; ausgewählt hatte sie eine Passage aus Andreas Steinhöfels „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“. Capiello, Gymnasium Wolbeck, las aus C. J. Daughertys Fantasy-Buch „Secret Fire – Die Entflammten“.

„Sehr, sehr gut vorbereitet“ seien die 22 vorlesenden Kinder gewesen, so Peter Seiler, Moderator aus der Buchhandlung Schatzinsel. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet den Wettbewerb deutschlandweit.

Diesmal sei es für sie weniger ein Wettbewerb gewesen als eine Lese-Veranstaltung – „cool“, sagte Nour Idelbi: Die Vorjahres-Siegerin für Münster West (Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums) arbeitete diesmal in der Jury. Zu der gehörten auch die Buch-Bloggerin Michaela Fränzer, der Illustrator und Autor Günther Jakobs, Anne Büchter von der Stadtbücherei und Andrea Scheidemann von der Buchhandlung „Schatzinsel“.

Alle 22 Schüler, darunter viele Jungen, lasen zunächst einen Auszug aus einem selbst gewählten Buch, dann kürte die Jury sechs, die sich beim Lesen eines Stücks aus einem Buch abwechselten. Es gehe nicht nur um das Vorlesen, sondern auch um die einleitenden Worte, die den Hörer in die Szene hineinversetzen. Das hätten die Schüler sehr gut bewältigt, sagt Seiler.

Diesmal seien im Publikum besonders viele Lehrer dabei gewesen, hatte Büchter beobachtet. Ein Lehrer einer Hauptschule, so Scheidemann, sei schon seit 14 Jahren dabei. Auffällig sei gewesen, dass viele „kleine Schauspieler“ seien, so Seiler, und das Gelesene lebhaft unterstrichen. Das sei aber nicht ganz im Sinne des Vorlesens. Beim Pflicht-Text mussten die „Schauspieler“ dann ohnehin umschalten.

Einen Trend in den Vorlese-Qualitäten hat die Jury nicht ausgemacht. Das Niveau sei „immer ähnlich hoch“, so Seiler. „Von diesen Sechstklässlern kann man sich was abgucken“, sagt Seiler und packt Utensilien und Bücher ein.

Nun treten die beiden auf Bezirksebene an. Weiter geht es dann auf Landesebene – und in Berlin.

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