Unternehmen integrieren Menschen mit Behinderung
Motiviertes Team schwört auf Technik

Münster -

Technik erleichtert heute die Arbeit der Menschen mit Behinderung. Das berichtet Garten- und Landschaftsbauer Thomas Pahls von der Gemeinnützigen Umweltwerkstatt GUW. Eins von drei integrativen Unternehmen, das die Regionalagentur Münsterland mit einer Besuchergruppe ansteuerte.

Freitag, 23.02.2018, 11:00 Uhr
Thomas Pahls (l.) im gEspräch mit Mitarbeiter Gerard Hulin.
Thomas Pahls (l.) im gEspräch mit Mitarbeiter Gerard Hulin. Foto: Pahls

Der Wechsel hört sich einfach an. Thomas Pahls, der heute Inhaber des integrativen Unternehmen GUW ist, wollte eigentlich beruflich kürzer treten.

Der Garten- und Landschaftsbauer hielt im Jahr 2014 die Zeit für eine Veränderung gekommen. Er verkaufte seine alte Firma mit rund 40 Beschäftigten an seinen langjährigen Mitarbeiter Peter Rose und wollte dem Druck entfliehen. Pahls wollte seine „Drehzahl korrigieren“, sagt er. Zum 1. Januar 2015 übernahm er die Gemeinnützige Umweltwerkstatt GUW an der Kinderhauser Straße, bei der es bis dahin aber nicht so rosig aussah.

Am Donnerstag schwärmte er den Gästen der Regionalagentur Münsterland, die drei Integrationsbetriebe (neben der GUW auch die Firma Varia und den Münsteraner Dienstleistungsservice) besuchten, von der Motivation seiner Beschäftigten vor. „Alle machen heute einen tollen Job.“ Sechs Mitarbeiter habe er damals von der Caritas übernommen, heute beschäftigen Thomas und Anne-Katrin Pahls insgesamt schon wieder 25 Mitarbeiter, darunter acht mit einer Einschränkung. Der Krankenstand sei gering, auch davor sei er vor der GUW-Übernahme gewarnt worden.

Regionalagentur Münsterland

Die Regionalagentur ist laut eigener Beschreibung als Schnittstelle zwischen Landesarbeitsministerium und Region sowohl „Außenposten” des Ministeriums als auch Agentur des Münsterlandes. So wirke die Regionalagentur bei der Umsetzung von Förderprogrammen und  -strategien des Ministeriums in der Region mit, ebenso bündele sie die Impulse aus dem Münsterland, und melde Projektideen und Förderbesonderheiten an das Land zurück.

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Als Thomas Pahls die Leitung übernahm, fehlte viel Technik. Mit Investitionen von rund 180 000 Euro wurde das integrative Unternehmen flott gemacht. „Wir sind vorne mit dabei und haben uns einen Namen gemacht“, zieht Pahls Bilanz.“

Im Zuge des Fachkräftemangels könne er sich vorstellen, so ein Gast von der IHK Nord Westfalen, dass das Interesse an integrativen Arbeitsplätzen in Unternehmen wächst.

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