Mo., 26.02.2018

Mehr Wasser aus weniger Brunnen Stadt erarbeitet Wasserversorgungskonzept

Mehr Wasser aus weniger Brunnen: Stadt erarbeitet Wasserversorgungskonzept

Dem Wasserwerk in Hiltrup kommt künftig eine noch größere Bedeutung zu. Foto: Stadtwerke

Münster - 

Der Wasserverbrauch steigt in Münster, zugleich wollen die Stadtwerke zwei Wasserwerke aufgeben. Jetzt wird ein Versorgungskonzept vorgelegt.

Von Klaus Baumeister

Es klingt wie die Quadratur des Kreises, aber die Stadt Münster und die Stadtwerke Münster sind von der Qualität ihrer Entscheidung voll überzeugt.

Also: Das städtische Umweltamt hat ein Wasserversorgungskonzept erarbeitet. Seit dem 1. Januar sind alle Kommunen verpflichtet, ein solches Konzept vorzulegen und in Abständen von jeweils sechs Jahren fortzuschreiben. In Münster erfährt dieses Konzept eine gewisse Dringlichkeit, da die Stadtwerke die Wasserversorgung neu organisieren wollen. Sie dürfen das aber erst, wenn die Bezirksregierung besorgtes Wasserkonzept abgesegnet hat.

Bevölkerung wächst - Wasserverbrauch steigt

Gegenwärtig werden in Münster rund 17,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht. Das Wasser stammt aus den Wasserwerken Kinderhaus, Geist, Hohe Ward und Hornheide. Darüber hinaus beziehen die Stadtwerke 28 Prozent des Wassers von der Gelsenwasser AG.

Wegen des anhaltenden Bevölkerungswachstums in Münster gehen die Stadtwerke für das Jahr 2029 von einem Wasserverbrauch in Höhe von 19,9 Millionen Kubikmeter pro Jahr aus. Zugleich sollen aber zwei Wasserwerke – und zwar Geist und Kinderhaus – vom Netz gehen.

Um dieses Ziel umsetzen zu können, planen die Stadt eine „Ertüchtigung der Wasserwerk Hornheide und Hohe Ward“, wie es in einem Ratspapier heißt, über das am Dienstag (27. Februar, 17 Uhr, Stadthaus 3, Albersloher Weg) der Umweltausschuss heißt. Zum Konzept gehört dabei nicht zuletzt eine Aufbereitung von Wasser, das zuvor dem Dortmund-Ems-Kanal- entnommen wird.

Wasserversorgung wird als sicher bezeichnet

Zu den bisherigen Wasserwerken Geist und Kinderhaus heißt es, dass die „Nutzungskonflikte“ wegen des jeweils urban geprägten Umfeldes größer seien als in Hiltrup und Hornheide. Insgesamt wird die Wasserversorgung als sicher bezeichnet.

Sollte der Rat dem Konzept zustimmen, wovon auszugehen ist, wird das Wasserversorgungskonzept direkt nach der Ratssitzung am 14. März der Bezirksregierung vorgelegt. Sofern nicht innerhalb von sechs Monaten eine Beanstandung erfolgt, gilt es als genehmigt.

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