Trautmansdorffstraße
Obdachlosenunterkunft wird aufgelöst

Münster -

Die Obdachlosenunterkunft an der Trautmansdorffstraße soll geschlossen werden. Die Menschen sollen an verschiedenen Stellen in der Stadt ein neues Zuhause bekommen.

Freitag, 02.03.2018, 08:00 Uhr
Die Unterkunft an der Trautmansdorffstraße.
Die Unterkunft an der Trautmansdorffstraße. Foto: Oliver Werner

In einem Punkt sind sich alle Fraktionen im Rat einig: Es ist richtig, das Obdachlosenquartier der Stadt an der Trauttmansdorffstraße aufzulösen. Wegen der Konzentration wohnungsloser Menschen an diesem Standort ohne Anbindung an Wohngebiete sei die Integration der Bewohner sehr schwierig, so die Einschätzung der Sozialbehörden. Immer wieder war es an der Trauttmansdorffstraße zu Polizeieinsätzen gekommen, die Kinder der Familien in den 36 Wohneinheiten gehen nur unregelmäßig zur Schule oder in eine Kita.

Umsiedlung in ungenutzte Flüchtlingsunterkünfte

Mit der Verabschiedung der Verwaltungspläne tun sich die Politiker aber weiter schwer, wie die Diskussion im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien am Mittwochabend deutlich machte. Die Debatte drehte sich unter anderem darum, wie die Familien nach ihrer Umsiedlung in andere Wohnungen sozial betreut werden sollen – und in welcher Verantwortung die Betreuung liegen soll.

Hoher Heckenweg: Anwohner sorgen sich

Geplant ist, einen Teil der Menschen in Gebäude der Stadt an den Hohen Heckenweg umzusiedeln, die als Flüchtlingsunterkünfte nicht mehr gebraucht werden. Dort könne die Stadt auch auf ein „funktionierendes Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern“ bauen, die bisher die Flüchtlinge unterstützt und bereits signalisiert hätten, sich auch für die neuen Bewohner engagieren zu wollen, erläuterte Heinz Lembeck vom Sozialamt. Ausschussmitglied Josef Messing äußerte Zweifel und berichtete von Sorgen aus dem Kreis von Anwohnern.

Intensive Betreuung geplant

Ein Teil der Menschen soll an den Sandforts­kamp umgesiedelt werden. Für alle anderen sollen einzelne Wohnungen gefunden werden. Alle sollen persönlich von Sozialarbeitern intensiv betreut werden. Fünf Stellen sind dafür vorgesehen. Die Ausschussmitglieder plädierten dafür, dass auch speziell Maßnahmen der Jugendhilfe nötig seien.

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