Entwürfe für den Hörsterplatz ausgestellt
Der Traum vom Kulturforum bleibt

Münster -

Ungeachtet der Kritik von Gutachtern, Teilen der Politik und Stadtverwaltung treibt Projektentwickler Christoph Deckwitz seine Pläne für ein Kultur- und Bildungsforum mit Konzertsaal und eigenständigem Auftritt der Volkshochschule am Bült voran.

Montag, 05.03.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2018, 07:02 Uhr
Die Entwürfe für ein Kulturforum wurden am Samstag in einem temporären Schauraum der Öffentlichkeit im Beisein von (v.l.) Christoph Deckwitz, Harry Jost, Jan Kleihues und Peter Wilson vorgestellt.
Die Entwürfe für ein Kulturforum wurden am Samstag in einem temporären Schauraum der Öffentlichkeit im Beisein von (v.l.) Christoph Deckwitz, Harry Jost, Jan Kleihues und Peter Wilson vorgestellt. Foto: Matthias Ahlke

Am Samstag wurden die drei Entwürfe der international arbeitenden Architekten Jo Coenen (Maastricht), Jan Kleihues (Berlin) und Peter Wilson (Münster) im temporären Schauraum des Deckwitzschen Bürogebäudes am Bült der Öffentlichkeit vorgestellt. „Nein, der Lambertiturm bleibt das höchste Gebäude“, versicherte Peter Wilson bei seinem Bebauungsmodell für den Hörsterparkplatz.

Zeichnungen, Texte und Filme erläutern in der Ausstellung die Ideen der drei Architekten. Ende März, so die Ankündigung, werden hier Modelle von Potsdamer Architekturstudenten weitere Ideen und Impulse für den Platz geben.

Noch keine politische Mehrheit

Bislang arbeitet das Kultur- und Bildungsforum ehrenamtlich an diesem Projekt. Als Entwickler fungiert dabei der Hausbesitzer und mögliche Investor, die Deckwitz & Partner GmbH, zusammen mit dem Konzeptberater Hans Otto Höyng (Architekt und Stadtplaner) und dem Projektsteuerer Jost Consult Münster GmbH. Bislang gibt es hierfür allerdings keine politische Mehrheit.

Am Bült soll ein belebter Platz für eine breite Öffentlichkeit entstehen. Geplant sind Räumlichkeiten für die Volkshochschule, die Westfälische Schule für Musik, ein Konzertsaal, Tiefgaragenplätze, Gastronomie und Wohnungen – bei Wilsons Vorschlag 60 Prozent davon öffentlich gefördert.

Modelle für den Hörsterplatz

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  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke
  • Drei Architekten stellten ihre Modelle für ein Kultur- und Bildungsforum am Hörsterplatz vor. Foto: Matthias Ahlke

Deckwitz strebt bei diesem Projekt eine Quartiersstärkung durch ein lebendiges Stadtzentrum an. „Die Innenstadt hört nicht am Bült auf“, sagt er. Der Stadtverwaltung hat er bereits sein 400 Seiten starkes Wirtschaftlichkeitsmodell vorgelegt. Er hofft auf reges Interesse der Münsteraner für diese Pläne.

Kleihues war es wichtig, „im Kontext der Stadtstruktur etwas zu tun“. Er stimmte Maßstab und Material auf die Nachbarschaftsgebäude ab. Kleihues möchte mit drei Baukörpern etwas Besonderes bauen, wie er unterstrich, aber kein Leuchtturmprojekt schaffen. Peter Wilson konzipierte das Modell eines Hybridgebäudes, eine Mischung von Kultur und Wohnen mit Aussichtsplattform. Ihm sei zudem der Erhalt der Bäume auf dem Platz ein Anliegen.

Coenen entwarf ein sechseckiges Atrium mit Panorama-Café über dem Konzertsaal, Tiefgaragenplätze für 280 Autos und unterirdischen Fahrradstellplätze.www.kbf.ms

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