Bahnhofsviertel
Polizei will deutlich mehr Präsenz zeigen

Münster -

Die Polizei will im Bahnhofsviertel deutlich mehr Präsenz zeigen. In den vergangenen Wochen seien mehrere Haftbefehle vollstreckt worden. Weitere Maßnahmen seien bereits in Planung, so der Polizeipräsident.

Freitag, 09.03.2018, 07:00 Uhr
Wiederholt fanden im vergangenen Jahr Razzien an der Engelenschanze statt.
Wiederholt fanden im vergangenen Jahr Razzien an der Engelenschanze statt. Foto: Oliver Werner

Im Bahnhofsviertel sind Obdachlose, Bettler und Drogensüchtige nicht zu übersehen. Vor allem Anwohner haben dies in der Vergangenheit wiederholt kritisiert. „Doch eine Stadt wie Münster muss solche Dinge im Bahnhofsumfeld ertragen“, hat Polizeipräsident Hajo Kuhlisch in dieser Woche bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2017 klargestellt. Was eine Stadt allerdings nicht aushalten könne, seien Straftaten. Daher sei die Sicherheit im Bahnhofsviertel auch zu einem Behördenschwerpunkt erklärt worden.

In enger Abstimmung mit Stadt, Bundespolizei, Zoll, Deutscher Bahn, aber auch den sozialen Einrichtungen im Quartier arbeite die münsterische Polizei daran, das subjektive Sicherheitsgefühl und die objektive Sicherheitslage im Bahnhofsumfeld zu verbessern.

Abriss und Neubau: Arbeitsphasen am Hauptbahnhof

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  • Die Zeit für das alte Bahnhofsgebäude war abgelaufen...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Blick auf die Außenfassade des alten Empfangsgebäudes.

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  • In der Eingangshalle standen Verkaufsstände...

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  • ...das triste Gebäude hatte ausgedient.

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  • Bereits 2013 wurde mit den ersten Abrissarbeiten auf der Rückseite des Hauptbahnhofes begonnen.

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  • Ein Ausgang war somit fortan gesperrt.

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  • 2014 waren die Geschäfte im Bahnhofsinneren leer.

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  • Diese Aufnahme aus dem Januar 2015 zeigt das noch stehende alte Empfangsgebäude sowie die Abrissarbeiten auf der Vorderseite des Hauptbahnhofes.

    Foto: Oliver Werner
  • Dieses Bild zeigt den ehemaligen Seiteneingang auf der Bahnhofsvorderseite - kurz vor dem Abriss.

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  • Anfang März erinnerte nur noch die alte Glasfassade in Blickrichtung der Gleise an das alte Empfangsgebäude.

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  • Derweil gingen 2015 die Abrissarbeiten an der Bahnhofsstraße weiter. 

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  • Der Anfang vom Ende des alten Empfangsgebäudes: Abrissbeginn im Januar 2015.

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  • Es folgen Impressionen der Abriss- und Neubauphasen: hier aus dem März 2015.

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  • Im Mai 2015 konnte man nur erahnen, wie der neue Bahnhof aussehen würde.

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  • Das Luftbild aus dem September 2015 zeigt die großen Kräne, die für die Bauarbeiten auf dem Gelände standen.

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  • Ein weiteres Luftbild aus dem September 2015.

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  • Während im September 2015 gebaut wurde, mussten die Bahnreisenden durch den Hamburger Tunnel zu den Gleisen gelangen.

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  • Arbeiten an der Bodenplatte im Oktober 2015.

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  • Im November 2015 schaut sich ein Bauarbeiter die Baustelle aus erhöhter Position an.

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  • Eine weitere Fußgängerampel sorgte im November 2015 dafür, dass die Fußgänger geradewegs zum Hamburger Tunnel kommen konnten.

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  • Im Dezember 2015 waren erste Teile des neuen Bahnhofs bereits als solche erkennbar.

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  • Das schlechte Wetter im Dezember 2015 hielt die Bauarbeiter nicht davon ab, täglich voranzukommen.

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  • Der Rohbau nahm im Februar 2016 bereits deutlich Gestalt an.

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  • Hunderte Stützen sorgten im März 2016 für die nötige Stabilität.

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  • Während am Bahnhofsgebäude weiter gebaut wurde, nahm das Leben auf der Bahnhofsstraße seinen gewohnten Gang.

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  • Eine Gesamtübersicht über die Baustelle im März 2016.

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  • Auch von den Gleisen hinter dem neuen Gebäude hatten Kunden der Deutschen Bahn im März 2016 bereits einen guten Blick auf die Bauarbeiten.

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  • Das Richtfest wurde im Juli 2016 gefeiert.

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  • Ein großer Kranz wurde traditionsgemäß auf das Dach des Gebäudes gehievt.

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  • Der bretterzaun an der Rückeseite verdeckt im September 2016 längst nicht mehr den Blick auf die Baustelle.

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  • Im September 2016 ist vor der Baustelle wieder genug Platz für Fußgänger, um den Neubau zu passieren.

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  • Im September 2016 war bereits die Höhe des künftiges Bahnhofgebäudes ersichtlich.

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  • Wo normalerweise reger Durchgangsverkehr herrscht, ist im Oktober 2016 noch immer der Durchgang versperrt.

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  • Auf der Frontseite zeigt ein Plakat im Oktober 2016 bereits, wie der Bahnhof bei seiner Fertigstellung aussieht.

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  • Die Baustützen dominieren auch im November 2016 den Blick ins Innere des Neubaus.

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  • Im Januar 2017 geht es von den Gleisen nur in eine Richtung - nämlich zum Bremer Platz.

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  • Im Januar 2017 ist die Fassade zu den Gleisen bereits fertig.

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  • Klare Linien und die Glaselemente sorgen für einen Vorgeschmack auf die Frontseite.

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  • Im Inneren sind im März 2017 die Baustützen weitesgehend verschwunden. Die Geländer im ersten Stock sind bereits montiert.

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  • Der Innenausbau schreitet schnell voran. Der Eröffnungstermin Ende Juni gerät fest in den Blick.

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  • In den oberen Etagen des Bahnhofs sind Büroflächen untergebracht.

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  • Die Glasfront des neuen Bahnhofs ist im Mai 2017 erstmals in voller Pracht zu bewundern.

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  • Ein Supermarkt und mehrere Fastfood-Restaurants sind in das neue Bahnhofsgebäude eingezogen.

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  • Ein Luftbild aus dem Mai 2017.

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  • Und obwohl der Bau von außen betrachtet bereits fertig erscheint, müssen die Bahn-Kunden noch immer durch den Hamburger Tunnel zu den Gleisen gelangen.

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  • Im Juni 2017 ist die Vorfreude besonders bei Pendlern groß, endlich wieder den Bahnhof durch den Haupteingang verlassen zu können.

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  • Kurz vor der Eröffnung wird am 22. Juni in der neuen Empfangshalle noch fleißig gearbeitet.

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  • Die Fahrkartenautomaten werden eingerichtet.

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  • Am 24. Juni 2017 ist es so weit: Das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs Münster öffnet seine Tore.

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  • Fahrgäste kommen jetzt wieder zu Fuß von der Innenstadt zu den Gleisen, ohne den Umweg über den Hamburger Tunnel nehmen zu müssen.

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  • Blick vom Obergeschoss in die neue Ladenzeile im Hauptbahnhof.

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  • Die neue Empfangshalle ist lichtdurchflutet. Links die Anzeigetafel für die Züge, rechts sind Infotafeln zu den Bus-Abfahrten angebracht.

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Deutlich mehr sichtbare und unsichtbare Präsenz verspricht der Polizeipräsident. In der „kleinen“ Bahnhofstraße habe seine Behörde bereits große Erfolge erzielt, an der Engelenschanze müsse man aber auch weiterhin „ständig dranbleiben“. Dort hatten sich im vergangenen Jahr wiederholt Drogendealer aufgehalten. Die Polizei reagierte mit mehrere Razzien.

Bereits im vergangenen Jahr gab es im Bahnhofsumfeld eine Reihe polizeilicher Maßnahmen, betont der Leitende Kriminaldirektor Frank Kaiser. So seien in der „kleinen“ Bahnhofstraße zwischen Mai und Juli 38 Verdächtige observiert worden, sechs kamen in Untersuchungshaft. Zwischen August und Oktober seien an der Engelenschanze weitere 55 Verdächtige von der Polizei ins Visier genommen worden, hier wurden schließlich 27 Haftbefehle vollstreckt. Laut Kaiser ereigneten sich 2017 etwa 15 bis 20 Prozent der münsterischen Straftaten im Bahnhofsviertel – also zwischen 1500 und 2000 Delikte.

Und auch in diesem Jahr hat die Polizei schon verstärkt Präsenz gezeigt, so Kaiser. Seit Mitte Februar seien innerhalb von 14 Tagen 17 Tatverdächtige in den Fokus geraten und vier Haftbefehle vollstreckt worden. Ziel sei es, die Dealer-Szene „auszutrocknen“, so Kaiser. Weitere Maßnahmen sollen folgen. „Wir haben eine ganze Menge im polizeilichen Werkzeugkasten“, kündigt Polizeipräsident Kuhlisch an.

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