Di., 13.03.2018

„Ja, ich bin aufgeregt“ Svenja Schulze wird am Mittwoch vereidigt

Mit der neuen Familienministerin Franziska Giffey (SPD,l.) versteht sie die designierte Umweltministerin Svenja Schulze offenbar schon sehr gut. Beide werden heute vereidigt.

Mit der neuen Familienministerin Franziska Giffey (SPD,l.) versteht sie die designierte Umweltministerin Svenja Schulze offenbar schon sehr gut. Beide werden heute vereidigt. Foto: dpa

Münster - 

Die münsterische SPD-Politikerin Svenja Schulze erlebt am Mittwoch den Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere. Sie wird als neue Bundesumweltministerin vereidigt.

Von Klaus Baumeister

Svenja Schulze ist in Berlin angekommen, im wahrsten Sinne des Wortes. Am Dienstag reiste sie von der Landeshauptstadt Düsseldorf, wo sie ihr Landtagsmandat zurückgab, in die Bundeshauptstadt, wo die Münsteranerin am Mittwoch als neue Bundesumweltministerin vereidigt werden soll.

Kurz mit der Kanzlerin gesprochen

„Ja, ich bin aufgeregt“, gesteht die 49-jährige SPD-Politikerin. Bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages von CDU, CSU und SPD am Montag im Paul-Löbe-Haus habe sie kurz mit der Kanzlerin Angela Merkel gesprochen, plaudert Schulze aus dem Nähkästchen. Sie weiß auch schon, wo sie am Mittwoch im Bundestag sitzen wird, wenn um 9 Uhr die Wahl der Bundeskanzlerin ansteht. Da Svenja Schulze selbst kein Bundestagsmandat hat, wird sie an dieser Wahl nicht teilnehmen.

Für 13.30 Uhr ist die „Bekanntgabe der Bildung der Bundesregierung“, wie es in der Tagesordnung offiziell heißt. Danach erfolgt die Vereidigung. Abgesehen von den vielen Formalien dieses besonderen Tages ist es für die münsterische SPD-Frau nach eigenem Bekunden sehr wichtig, sich auch in der SPD-Bundestagsfraktion bekannt zu machen. Begleitet wird Schulze übrigens von ihrem Mann Andrea Arcais, selbst ein SPD-Politiker.

In engem Kontakt mit Barbara Hendricks

Ihren neuen Arbeitsplatz im Umweltministerium hat die designierte Ministerin noch nicht gesehen. Wohl aber stehe sie im engen Kontakt mit der bisherigen Amtsinhaberin, ihrer Parteifreundin Barbara Hendricks. „Uns beiden ist an einem reibungslosen Übergang gelegen.“ Aktuell ist das Bundesministerium zuständig für „Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit“. Das Wort „Bau“ wird Schulze aber verlieren, weil die Zuständigkeit in das Ministerium des künftigen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) wandert.

Inhaltlich möchte sich Svenja Schulze zu ihrer künftigen Arbeit (noch) nicht äußern. Aber dass sie als Mitglied des Naturschutzbundes künftig für den Artenschutz, besonders auch für den Insektenschutz zuständig ist, freut sie sehr.



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